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Seefeld verzichtet doch auf Zusatzstoffe bei Kunstschnee

ARCHIVBILD GLETSCHERSKIGEBIET KAPRUN
SymbolbildAPA
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Nach einem Erkenntnis des Tiroler Landesverwaltungsgerichtes wäre ein Einsatz von Zusatzmitteln theoretisch möglich. Die Gemeinde Seefeld verzichtet jedoch.

Trotz des Erkenntnisses des Tiroler Landesverwaltungsgerichts (LVwG), wonach unter bestimmten Auflagen die Zugabe des Zusatzstoffes "Snomax" bei der Erzeugung von Kunstschnee genehmigt wird, verzichtet die Gemeinde Seefeld nun doch auf diese Möglichkeit. Dies sei das Ergebnis eines Gespräches mit der Tiroler Landesregierung, teilten die dortigen Bergbahnen am Donnerstag mit.

Die Seefelder Bergbahnen hatten zuvor einen negativen Bescheid beim LVwG bekämpft. "Nach der rechtlichen Abklärung durch das Landesverwaltungsgericht wäre ein Einsatz von Zusatzmitteln zwar theoretisch möglich, unsererseits ist dieser aber nicht geplant. Wir werden auch in Zukunft auf die Beimischung von Zusatzmitteln bei der Schneeerzeugung verzichten", erklärte Bürgermeister Werner Frießer. Stattdessen sei vereinbart worden, dass Seefeld, Austragungsort der nächstjährigen Nordischen Ski-WM, in Zukunft eng mit dem von der Tiroler Landesregierung im Rahmen des "Lebensraum 4.0" unterstützten Schneezentrums zusammenarbeiten werde.

Zuletzt hatte es heftige Kritik an den Seefelder Verantwortlichen gehagelt. Seilbahnen-Obmann und ÖVP-Nationalrat Franz Hörl forderte ein Machtwort seitens der Landespolitik. Der ÖVP-Wirtschaftsbundchef befürchtete einen Imageschaden für die gesamte Seilbahnwirtschaft.

Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sprach sich gegen künstliche Zusatzstoffe bei der Produktion von Kunstschnee aus. Er brachte auch legistische Maßnahmen für ein Verbot von solchen Zusatzstoffen ins Spiel.

(APA)