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Südtirols Problem mit dem „Zuviel“

Blick über Covara auf die Dolomiten im Herbst.
Blick über Covara auf die Dolomiten im Herbst.S. Derder / picturedesk.com

Am Sonntag wählt Südtirol einen neuen Landtag. Österreich mischte im Wahlkampf mit. Was bleibt vom „Doppelpass“?

Wien/Bozen. Alle sind sie gekommen: Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Infrastrukturminister Norbert Hofer von der FPÖ. Sogar Ex-SPÖ-Chef Christian Kern stattete Südtirol vor den Wahlen am 21. Oktober einen Besuch ab. Dies mag einerseits an persönlichen Gründen liegen, denn Kurz ist ein Freund und Bergkamerad von Philipp Achammer, dem Vorsitzenden der Südtiroler Volkspartei (SVP). Andererseits war es der österreichischen Spitzenpolitik – allen voran den Freiheitlichen – heuer ein besonderes Anliegen, die Verbundenheit mit der autonomen italienischen Provinz zu demonstrieren, nicht zuletzt mit dem Angebot der österreichischen Staatsbürgerschaft.