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Neue Raketenabwehr: Putin rüstet Krim auf

Das S-400-Raketenabwehrsystem in Moskau
Das S-400-Raketenabwehrsystem in MoskauREUTERS
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Medienberichten zufolge verstärkt Russland nun im Krim-Konflikt seine Militärpräsenz auf der Halbinsel und bringt spätestens bis jahresende ein Raketensystem in Stellung.

Inmitten der Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts mit der Ukraine will Russland Medienberichten zufolge seine Militärpräsenz auf der annektierten Halbinsel Krim verstärken. Die Regierung in Moskau werde ein Flugabwehr-Raketensystem vom neuen Typ S-400 auf die Krim verlegen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Laut der Agentur RIA sollen die Waffensystem Ende des Jahres einsatzbereit sein. Der seit Jahren schwelende Konflikt um die von Russland annektierte Halbinsel Krim war am Sonntag in der Straße von Kertsch eskaliert. Dort verwehrte Russland mit Hilfe eines Frachtschiffs drei ukrainischen Marinebooten die Einfahrt ins Asowsche Meer. Russische Grenzschutzboote beschossen die ukrainischen Schiffe und verletzten dabei mehrere Matrosen. Dann beschlagnahmten sie die Boote und brachten sie mit ihren Besatzungen in den Hafen von Kertsch. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat wegen des Konflikts nun das Kriegsrecht in Kraft gesetzt. Poroschenko habe das entsprechende Gesetz am Mittwoch unterzeichnet, teilte sein Sprecher im Online-Netzwerk Facebook mit.

Estland beruft russischen Botschafter ein

Estland hat wegen des russischen Vorgehens gegen ukrainische Schiffe im Schwarzen Meer den russischen Botschafter in Tallinn ins Außenministerium einberufen. Bei dem Treffen sei Russland aufgefordert worden, die festgesetzten Schiffe und Matrosen unverzüglich freizugeben, teilte das Außenamt des baltischen EU- und NATO-Landes am Mittwoch mit.

Estland hatte das Vorgehen Moskaus im Konflikt um die Meerenge von Kertsch zuvor bereits scharf verurteilt. "Der Angriff war eine bewusste Eskalation der Spannungen", sagte Außenminister Sven Mikser. Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid sprach in einer Mitteilung von einem "Krieg in Europa". Auch der Sicherheitsausschuss der Regierung befasste sich in einer von Ministerpräsident Jüri Ratas einberufenen Sondersitzung mit dem Konflikt.

 

(APA)