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Test: Welcher Typ Held bin ich? - Teil 2

(c) 20th Century Fox
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Rambo ist nicht gleich Frodo. Aber beide sind Helden, die ihre ganz persönliche Entwicklung machen müssen. Finden Sie heraus, welcher Typ Held Sie sind.

Der Söldner

Söldnern ist es egal für welche Seite sie arbeiten. Hauptsache sie werden gut bezahlt. Han Solo ist zu Beginn der Star-Wars-Originaltrilogie ein solcher Söldner. Keine Spur von Sinn und Werten. Da trifft er Luke Skywalker, den personifizierten Idealisten. Die beiden brauchen einander für ihre jeweilige Initialzündung: Luke käme ohne den pragmatischen Han nirgendwohin, Han hätte ohne den fokussierten Luke keinen Grund, sich für eine Seite zu entscheiden.

Auch in diesen beiden Gegenpolen sehen Psychologen den Kampf zwischen Verstand und Seele. Selbst im zynischsten Söldner, so ihre Botschaft, steckt der Wunsch, seinem Leben Sinn zu geben und das Richtige zu tun. Je öfter er sich jedoch dagegen entscheidet, desto dicker wird der Panzer, den er sich wachsen lassen muss, um weitermachen zu können. Und desto größer wird sein Zynismus.
Die Lösung liegt im Gegenteil: Das Visier hochklappen und sich den eigenen Emotionen stellen.

Der Rächer

Rache ist ein starkes Motiv. Seine Besonderheit: Es existiert nur mit einer Hintergrundgeschichte, einer Story aus der Vergangenheit. Ohne Vorgeschichte keine Rachsucht.

Wer von Rache getrieben ist, meint, nur Gerechtigkeit für erlittenes Leid herstellen zu wollen. Er meint, auf der Seite des Guten zu stehen und ein Recht auf seine Rache zu haben. So wie die 14-jährige Mattie Ross in True Grit, die den Mord an ihrem Vater rächen will. Dazu heuert sie den alten Kopfgeldjäger Rooster Cogburn an, den Archetypus eines Söldners. Er soll ihr helfen, den Mörder zu finden, den sie dann selbst richten will. Cogburn weiß: Mit dem Mord am Mörder ist nicht alles wieder gut. Das Mädchen würde sein Leben lang keinen Frieden finden. Deshalb verhindert er, dass sie diese Schuld auf sich lädt.

 

(c) Paramount Pictures

Falls Sie – was glücklicherweise selten vorkommt – von Rachemotiven getrieben werden, bedenken Sie, dass Rache und Gerechtigkeit nicht dasselbe sind. Gerechtigkeit verlangt, den Täter einer Strafe innerhalb des Justizsystems zuzuführen. Rache heißt, selbst zum Täter zu werden. Und damit schläft es sich nicht gut.


Morgen geht's weiter mit den letzten drei Heldentypen.