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Volkstheater Wien hatte im Vorjahr nur 52,4 Prozent Auslastung

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Weniger Besucher: Das Wiener Volkstheater.HELMUT FOHRINGER / APA / picture

Das sanierungsbedürftige Haus lag 2018 weit unter der Planrechnung, was die Besucherzahlen betrifft.

Das Volkstheater Wien lag im Vorjahr mit 52,4 Prozent Besucherauslastung im Haupthaus und 47,7 Prozent in den Bezirken weit unter den Planzahlen. Auch andere Kennzahlen wie die Kartenerlöse (2,14 Millionen Euro) und der Eigendeckungsgrad (18,6 Prozent im Haupthaus, 20 Prozent in den Bezirken) waren geringer als im Vorjahr. Das geht aus der Beantwortung einer Neos-Anfrage im Wiener Gemeinderat hervor.

Die öffentliche Gesamtförderung des Hauses sei "im internationalen Vergleich relativ gering", betonte SPÖ-Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. "Darum werde ich mich bei den Budgetverhandlungen auch für eine Erhöhung der derzeitigen Förderung einsetzen." Zudem führe sie Gespräche mit ÖVP-Kulturminister Gernot Blümel über ein stärkeres Engagement des Bundes.

Im Jänner wurde eine neue künstlerische Direktion ausgeschrieben. Die Frage freilich bleibt: Was erwartet die Stadt Wien von diesem Haus, das seit Jahrzehnten unterdotiert und sanierungsbedürftig ist?

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Derzeit sichtet eine Jury unter der Leitung von Judit Havasi die 70 eingegangenen Bewerbungen. Die Entscheidung über die Nachfolge der scheidenden Direktorin Anna Badora soll bis Mitte April bekanntgegeben werden.

Volkstehater gab im Vorjahr 116.258 Karten aus

Die Gesamt-Auslastung hatte im Jahr 2017 noch 56 Prozent betragen. Die Zielvereinbarungen für 2018 hatten für den Eigendeckungsgrad 22 Prozent vorgesehen und waren für 2019 und 2020 auf 18 Prozent reduziert worden. Bei der Bezirks-Tournee waren die Zielvereinbarungen jedoch von 23 Prozent (2018) auf 43 Prozent (2019 und 2020) angehoben worden. Zum Vergleich: Das Theater in der Josefstadt gibt einen Eigendeckungsgrad von 40 Prozent an, das Burgtheater einen von 27 Prozent.

2018 waren vom Volkstheater 116.258 Karten ausgegeben worden (2017: 137.366), 8,5 Prozent davon waren Freikarten. Von den Herbstflatrate-Abos (bei denen für 96 Euro während drei Monaten beliebig viele Vorstellungen gesehen werden konnten) wurden 50 Stück verkauft, über die 251 Karten in Anspruch genommen wurden. Der dabei erzielte durchschnittliche Kartenerlös von rund 19 Euro entspreche dem Volkstheater-Durchschnittskartenerlös, so die Anfrage.

 

(APA)