"Goldskandal": Neue Hoffnung für geschädigte Anleger

Gold
Mit kleinen Beträgen physisches Gold zu erwerben – diese Hoffnung platzte vor knapp drei Jahren für viele Kleinanleger.REUTERS

Tausende Menschen verloren mit "Ansparplänen" für den Erwerb von Gold oder Silber viel Geld. Der Oberste Gerichtshof erhöht nun die Chancen auf Schadenersatz.

Wien. Bald drei Jahre ist es nun her, dass der Anlageskandal um die Salzburger Firma Goldprofessionell und ihr gleichnamiges Schweizer Mutterunternehmen aufflog. Tausende Anleger aus Österreich, Deutschland und weiteren Ländern hatten Geld in monatliche „Ansparpläne“ für Gold oder Silber gesteckt, aber nie einen Gegenwert erhalten. 2016 schlitterte zuerst die Schweizer Goldprofessionell AG, dann auch ihre Österreich-Tochter in die Pleite; das Geld der Anleger – nach damaligen Berichten ein zweistelliger Millionenbetrag – war weg. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) lässt die Geschädigten nun wieder hoffen: Das Höchstgericht bestätigte die Haftung eines Schweizer Notars, der für die Mutterfirma irreführende „Prüfberichte“ erstellt und darin bescheinigt hatte, dass „der Ist-Bestand an Edelmetallen, die im Besitz der Gesellschaft sind, mit dem Soll-Bestand [. . .] übereinstimmt“.