„Vorzeigen, wie man mit Daten umgeht“

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MIT-Forscher referieren in Wien ihre Erkenntnisse zur Digitalisierung.

Ja, die Unternehmen wissen, dass sie sich verändern müssen, um den digitalen Kunden anzusprechen. Aber sie kämpfen immer noch darum, den besten Weg zu finden“, sagt Stephanie Woerner.
Woerner ist Forscherin am Center for Information Systems Research des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und mit zahlreichen Kollegen am 27. und 28. März bei der MIT Europe Conference 2019 in Wien zu Gast.
Unternehmen täten sich schwer, digitale Gefahren zu identifizieren, sagt Woerner, weil die Bedrohung nicht nur aus der eigenen Branche komme. „Es gibt auf einmal viel mehr integrierte, branchenübergreifende Lösungen.“ So wie sich in den USA gerade der Onlinehändler Amazon, Warren Buffetts Mischkonzern Berkshire Hathaway und die Bank JP Morgan Chase zusammentun und versuchen, den Gesundheitssektor zu disruptieren. „Das hätte ohne Digitalisierung wohl nicht stattgefunden.“
Unternehmen müssten verstehen, wie ihre Kunden denken und dreierlei vorbereiten: sehr gute Produkte/Inhalte/Dienstleistungen, sehr gute „customer experience“ und eine sehr gute Plattform für die Distribution.
Daneben brauche es Leadership. Darunter versteht Woerner Führungskräfte, die sehen, was Digitalisierung für das eigene Geschäft leisten kann. Manager, die sich davon verabschiedet haben, dass Mitarbeiter Befehle ausführen, die stattdessen als Coaches arbeiten und vorzeigen, wie man mit Daten umgeht und wie man evidenzbasiert entscheidet. Die Verantwortung übertragen, aber die große Richtung verantworten.