Preise für Wohnungen und Häuser in Österreich stiegen mehr als im EU-Schnitt

imago/Sven Simon (FrankHoermann/SVEN SIMON)

OeNB-Analyse: Die Teuerung lag im bundesweiten Schnitt bei acht Prozent, in der EU bei 4,3 Prozent.

Die massive Nachfrage nach Immobilien hält an. Das treibt die Preise weiter nach oben. Österreichweit verteuerten sich Wohnimmobilien im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von acht Prozent fast doppelt so stark wie in der EU (4,3 Prozent), geht aus der aktuellen Immobilienmarktanalyse der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) von Mittwoch hervor.

Auffallend ist der kräftige Preisauftrieb bei den Immobilien in den Bundesländern. Wien nicht eingerechnet legten die Preise für Wohnimmobilien in Österreich im dritten Quartal des abgelaufenen Jahres im Durchschnitt sogar um 9,7 Prozent binnen Jahresfrist zu. In der Bundeshauptstadt erreichte der Anstieg 6,5 Prozent.

Die Teuerung im dritten Quartal 2018 von acht Prozent im bundesweiten Schnitt lag auch deutlich über dem Schnitt der Vorquartale von fünf Prozent (im zweiten Quartal 2018) und 7,3 Prozent (im ersten Quartal 2018). Ein Jahr davor (im dritten Quartal 2017) hatten sich die Immobilienpreise um 4,5 Prozent erhöht, im vierten Quartal 2017 um 4,7 Prozent.

Klar über dem EU-Durchschnitt von 4,3 Prozent stiegen im zweiten und dritten Quartal 2018 auch die Wohnimmobilienpreise in Zentral-, Ost- und Südosteuropa (CESEE), wie die Nationalbank unter Verweis auf Eurostat-Daten vermerkte. Das dort starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten sowie relativ optimistische Aussichten betreffend Wirtschaftswachstum in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, also niedrigen Zinsen, befeuern den Angaben zufolge die Nachfrage nach Immobilien.

Auch in den Niederlanden, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg hätten sich die Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 dynamisch erhöht, berichtet die OeNB. In Italien hingegen ging es mit den Preisen nach unten. (APA)