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Karfreitag sorgt für Uneinigkeit in der ÖVP

Symbolbild: Karfreitag
Symbolbild: KarfreitagAPA/HELMUT FOHRINGER

"Wir haben vereinbart, dass wir keine Gesetzesbeschlüsse zurücknehmen werden": ÖVP-Klubobmann Wöginger erteilt dem steirischen Landeshauptmann eine Absage.

ÖVP-Klubobmann August Wöginger hat dem Wunsch seines Parteifreundes, dem steirischen Landeshauptmannes Hermann Schützenhöfer, die umstrittene Karfreitags-Regelung zu reformieren, eine Absage erteilt. "Wir haben vereinbart, dass wir keine Gesetzesbeschlüsse zurücknehmen werden. Das hat die FPÖ klargestellt, das haben wir klargestellt", meinte Wöginger am Mittwoch auf eine entsprechende Frage im Ö1-"Morgenjournal".

Schützenhöfer hatte in der Vorwoche gesagt: "Der Karfreitag soll für die Evangelischen frei sein, und wenn es nicht anders geht, dann auch für die Katholiken.“ Weiters hielt er es "für gescheit, wenn man die Frage Karfreitag einer besseren Lösung zuführt - nicht sofort, aber spätestens bis zum nächsten Karfreitag".

Die Regelung mit dem "persönlichen Feiertag" sei verunglückt, so Schützenhöfer weiter. "Ich halte es für falsch, dass man einer Gruppe, die in Österreich eine Tradition hat und der in vergangenen Jahrhunderten Unrecht angetan wurde, ihren höchsten Feiertag wegnimmt", meinte der steirische Landeshauptmann.

Auf einen Blick

Gestrichen wurde der Karfreitag als Feiertag für Protestanten und Alt-Katholiken aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Dieses hatte eine Diskriminierung aller anderen Arbeitnehmer darin gesehen.

Protest kam von Arbeitnehmervertretern und den betroffenen Kirchen. Da wie dort wurden Verfassungsbeschwerden angekündigt. Aus der evangelisch-lutherischen Kirche hieß es dazu zuletzt, diese werde nach wie vor von Juristen ausgearbeitet. Wann die Klage genau eingebracht werden soll, steht noch nicht fest.

>>> Bericht im Ö1-"Morgenjournal"

(APA/Red.)