Schnellauswahl

Steirische Firma interessiert sich für Osram

Unternehmen Osram Licht AG Osram Logo Schriftzug bei Nacht Firmenlogo an der Zentrale von OSRAM i
Für Osram gibt es nun zwei Kaufinteressenten. (Archivbild)imago images / Sven Simon
  • Drucken

Die österreichische Firma AMS bietet mehr als die Investoren Bain Capital und Carlyle. Osram schätzt die Transaktionswahrscheinlichkeit an AMS allerdings als „sehr gering“ ein.

Für den deutschen Lichtkonzern Osram gibt es einen zweiten Kaufinteressenten. Der österreichische Chiphersteller AMS erwäge ein konkurrierendes Übernahmeangebot zu dem Offert der Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, teilte Osram am Montagabend mit.

Das Unternehmen aus der Nähe von Graz bewerte Osram nach der Interessenbekundung vorläufig mit 38,50 Euro je Aktie, wolle aber noch in die Bücher schauen und habe die Finanzierung noch nicht gesichert. Das Angebot wäre höher als das vier Milliarden Euro schwere Offert von Bain und Carlyle, die 35 Euro je Aktie entspricht.

Osram bezweifelt Finanzierbarkeit des Vorhabens

"Der Vorstand der Osram Licht AG erachtet auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen die Transaktionswahrscheinlichkeit als sehr gering", hieß es in der Mitteilung. Osram werde AMS trotzdem Zugang zu den Büchern (Due Diligence) gewähren. Es gebe jedoch erhebliche Zweifel an der Finanzierbarkeit des Vorhabens.

Die an der Schweizer Börse gelistete AMS wolle sich zunächst 4,2 Milliarden Euro von Banken leihen und plane später eine Kapitalerhöhung um 1,7 Milliarden Franken (1,51 Milliarden Euro), um die Übernahme zu refinanzieren. AMS ist an der Börse selbst nur 3,1 Milliarden Euro wert.

Das AMS-Gegengebot hat die Aktien des deutschen Lichttechnikkonzerns am Montagabend deutlich nach oben befördert. Auf der Handelsplattform Tradegate stiegen die Osram-Papiere im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um 5,2 Prozent auf 34,86 Euro.

(APA/Reuters/dpa-AFX)