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Außenpolitik

Van der Bellen macht in New York mobil für den Kampf ums Klima

Van der Bellen, seine Ehefrau, der Central Park und die Skyline von Manhattan. Ein Foto aus dem Vorjahr.
Van der Bellen, seine Ehefrau, der Central Park und die Skyline von Manhattan. Ein Foto aus dem Vorjahr.ROLAND SCHLAGER / APA / pictured
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Bundespräsident Van der Bellen fordert mit 32 anderen Staatschefs - unter ihnen Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron - konkrete Schritte gegen die Klimakrise.

New York. Wenn Alexander Van der Bellen am Freitag nach New York reist, hat er ein Papier mit zahlreichen Appellen im Gepäck. 2019 solle das „Jahr des Muts für Klimaschutz“ werden, Klimaziele müssten konkret nachgebessert werden, Investitionen weltweit aus fossiler Energie abgezogen werden, um die Treibhausgasemissionen auf netto null zu senken.

32 Staats- und Regierungschefs haben die vom österreichischen Präsidenten ins Leben gerufene Initiative unterschrieben, unter ihnen Deutschlands Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Emmanuel Macron. Kurz vor der UN-Generalversammlung, der am Montag ein Klimagipfel vorangeht, sei dies ein „Zeichen der Hoffnung“, meint Van der Bellen. „Wenn wir weitermachen wie bisher, wird aus der Klimakrise eine Klimakatastrophe, die die Lebensqualität für uns Menschen auf diesem Planeten drastisch verschlechtern wird. Das kann keiner wollen.“ Tatsächlich wird die österreichische Delegation, der auch Kanzlerin Brigitte Bierlein, Außenminister Alexander Schallenberg und Umweltministerin Maria Patek angehören, mit ihren Anliegen in der liberalen Metropole New York auf offene Ohren stoßen.

Massenaufmarsch in Manhattan

Zehntausende, vielleicht Hunderttausende Demonstranten werden beim „Fridays for Future“-Marsch, der von der Aktivistin Greta Thunberg angeführt wird, durch Lower Manhattan ziehen. Dafür sorgte auch der demokratische Bürgermeister, Bill de Blasio: Die 1,1 Millionen Schüler New Yorks dürfen für den Protest den Unterricht verpassen. Das Timing für den Klimagipfel im Vorfeld des UN-Treffens könnte besser kaum sein. Journalisten aus aller Welt reisen zum diplomatischen Gedankenaustausch mit, und die Klimakrise wird eines der zentralen Themen beim Austausch der Regierungschefs sein. „Kommt mit Plänen, nicht bloß mit Reden“, forderte UN-Generalsekretär António Guterres im Vorfeld der Veranstaltung.