280-Milliarden-Euro-Problem

Geht der EU das Geld für Förderungen aus?

Die Zeiten, in denen Brüssel bei der Verteilung der EU-Haushaltsmittel ordentlich geschlampt hat, sind scheinbar vorbei.
Die Zeiten, in denen Brüssel bei der Verteilung der EU-Haushaltsmittel ordentlich geschlampt hat, sind scheinbar vorbei.(c) Reuters

Die Mitgliedsländer lassen hunderte Milliarden Euro an Subventionen liegen. Das wird zum Problem, denn der Anspruch auf die Förderungen bleibt bestehen. Das Budget der EU droht zu platzen.

Die gute Nachricht vorneweg: Die Zeiten, in denen Brüssel bei der Verteilung der EU-Haushaltsmittel ordentlich geschlampt hat, sind scheinbar vorbei. Im Vorjahr wurden nur 2,6 Prozent der 156,7 Milliarden Euro an EU-Geldern fehlerhaft vergeben, so das Urteil des Europäischen Rechnungshofs. Das ist kaum mehr als die 2,4 Prozent 2017. Zum Vergleich: Zur Jahrtausendwende verschwanden noch gut zehn Prozent aller Fördermittel in „falschen“ Taschen. Stattdessen greifen die Mitgliedsländer immer zögerlicher in den Fördertopf, zeigt der Rechnungshof auf. Hunderte Milliarden bleiben liegen. Paradoxerweise wächst sich auch das zu einem Problem für die EU aus.