Nächtlicher Blick auf den Strip, im Hintergrund sieht man das mit 168 Metern höchste Riesenrad der Welt.
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Las Vegas: Von der Zockerhauptstadt zum Gourmet-Dorado

Internationale Spitzenköche, Wellness, Shopping, Modeschauen, Museen, Galerien und Shows – so will Las Vegas heute Gäste locken.

Das Konzept, mit dem die Stadt den Ruf der „Sin City" loswerden und sich das Image einer eleganten Entertainment-City zulegen will, ist ambitioniert. Aber gleich zu Beginn: Das wird noch dauern. Denn dafür müsste Las Vegas sein Publikum auswechseln, nicht nur den Look und die Angebote der Hotels.

Sie würden sich im wohlverdienten Grab umdrehen, die Gangster und Halbwelthelden, die früher Las Vegas bevölkerten und es groß und glitzernd machten, war doch Style absolute Ehrensache – man schoss nicht ohne Hut und starb stets im eleganten Dreiteiler.

Doch wer heute den Strip entlangspaziert, trifft ständig auf hysterisch kichernde, grell geschminkte Girlies in glitzernder Unterwäsche ohne ein Drüber auf dem oft recht üppigen Drunter, auf turmhohen High Heels dahinwackelnd und an umgehängten Cocktailcontainern saugend. Oder Burschen in Trainingsanzügen, die, ebenfalls mit reichlich Alkohol ausgestattet, dahinschlurfen. Auch Stag-Party- (siehe den Film „Hangover") und Hen-Night-Gruppen (nicht ganz so häufig) lärmen schwer illuminiert durch Hotelhallen, Restaurants und Bars.

Pool des Aria Resort.
Pool des Aria Resort.(c) imago images / Danita Delimont (via www.imago-images.de)

Eleganz bleibt die Ausnahme

In den Casinos sucht man vergebens nach Eleganz. Untertags sitzen hier rauchende Pensionisten und Pensionistinnen und starren müde auf die rotierenden Symbole der einarmigen Banditen oder auf Croupiers oder Kartendealer, abends untermischt von meist doch etwas mehr herausgeputzten Damen und Herren. Die Jugend drängt sich dann meist vor Discos, immer noch ziemlich nackt, aber noch glitzernder als untertags.

Beim Aufpolieren des bisherigen Las Vegas helfen da eher Angebote wie die kulinarischen Lip Smacking Foodie Tours, die durch berühmte Restaurants führen und nebenbei einige legendäre Geschichten über Hotels und Casinos servieren; halbwegs chic ist auch das Citrus Grand Pool Deck im Downtown Grand mit grünen Liegewiesen, Outdoorspielen und Infinity Pool; oder der 4,5 Hektar große Pool- und Sandstrandbereich mit zwei Meter hohen Surfwellen im Mandala Bay Resort and Casino. Noch besser ist natürlich Kunst im öffentlichen Raum, etwa im Aria Resort, wo ein echter Henry Moore, ein Claes Oldenburg, Skulpturen, Gemälde und Installationen zeitgenössischer Berühmtheiten die Eingangshalle, die Rezeption und Treffpunkte im In- und Outdoorbereich behübschen.

Das Caesars Palace macht mit den berühmten Wasserspielen vor dem Bellagio mit Wasserinszenierungen und extravaganten Badekabinen Konkurrenz, und im Cosmopolitan sitzt man in einem begehbaren Riesenkristallleuchter von Swarovski und kann vom Boulevard Pool aus nicht nur die Skyline von Las Vegas, sondern auch Filme auf einer Riesenleinwand zum Poolcocktail und zu Kino-Snacks genießen – Tag und Nacht.

Nicht zu vergessen ist der Auftrieb der teuersten Stars und Celebritys – von Lionel Richie, Celine Dion, Rod Stewart, Elton John oder Carlos Santana bis zu den Backstreet Boys, Cher, Ricky Martin und legendären Magiern wie dem Stammgast David Copperfield. Und natürlich die Shows vom Circe du Soleil, einer Kompanie, die mit ganz unterschiedlichen, aber immer perfekt inszenierten Programmen heute ganz Vegas beherrscht. Dass Berühmtheiten wie George Clooney und Freund Matt Damon, Ben Affleck, Tiger Woods oder Charlie Sheen sich als Nachbarn am Roulettetisch oder beim Blackjack entpuppen, kann schon einmal passieren, sind sie doch treue Stammgäste in Vegas: Clooney hätte mit Damon fast einmal ein eigenes Hotel am Strip gebaut, Ben Affleck ist gefürchteter Kartenzähler und beliebter Trinkgeldgeber, der schon einmal seinen ganzen Gewinn den Dealern, Kellnern und Türstehern in die Hand gedrückt hat, lockere 140.000 Dollar. Tiger Woods hingegen hat angeblich in sieben Jahren 50 Millionen Dollar verzockt, Charlie Sheen lange Zeit wöchentlich 200.000 Dollar, wie seine geschiedene Frau klagte.

 

Aufkaufen und aufpolieren

Vorbei jedenfalls die Zeit der finsteren Legenden Al Capone, Lucky Luciano, Meyer Lansky oder Bugsy Siegel. Heute verteidigt man sein Revier nicht mehr mit Waffen, sondern übernimmt mit hohen Millionenbeträgen die Konkurrenz. Mit dem Aufkaufen und Aufpolieren von Las Vegas hat Howard Hughes begonnen, der legendäre Millionenerbe, Filmproduzent, Unternehmer und Exzentriker, der den mörderischen „Mob", die ansässige Mafia, 1966 vertrieb. Er zog mit großer Gefolgschaft in einem Sonderzug in die Stadt ein, mietete das ganze obere Stockwerk im Desert Inn und wollte auch nach sechs Wochen nicht wieder ausziehen, was der Hoteldirektion nicht passte, was wiederum ihm nicht passte, worauf er das ganze Etablissement kaufte. Und dann gleich das Lokal Silver Slipper gegenüber, denn da drehte sich Tag und Nacht ein silberner Riesenschuh vor dessen Eingang und seinem Fenster – und man wollte das Ding partout nicht abdrehen!

Insgesamt übernahm Hughes fünf Hotelcasinos, um die Mafia aus Las Vegas zu drängen und First-Class-Entertainment zu bieten. Dabei half ihm das US-Justizministerium, das den Druck auf das Verbrechen erhöhte, Casino-Lizenzen allen aus dem Dunstkreis der Mafia verweigerte und so die Gangster verkaufswillig machte.

Anfang der 1970er war Las Vegas aus einem Sündenbabel zu einem Familienfreizeitpark mit schrillen Hotels geworden, wie dem ersten Themenhotel Ceasars Palace, erdacht von Jay Sarno. Dem folgten dann viele andere, das Venetian, das Excalibur, das Luxor, das New York, New York, das Paris oder das Circus Circus, das erste Hotel mit speziellem Kinderprogramm, oder Treasure Island. Sarnos Nachfolger, Kirk Kerkorian, setzte auf Größe, erbaute das MGM Grand und schaffte es sogar, dem Casino-Mogul Steve Wynn seinen Hotelkonzern Mirage abzujagen.

Wynn „rächte" sich durch den Bau zweier goldener Wynn-Riesenhotels am Ende des Strips. Kerkorian kaufte als nächsten Trumpf die Mandalay-Gruppe, doch sein Titel als König von Las Vegas wurde ihm von einem Harvard-Professor streitig gemacht, der plötzlich mit 5,3 Milliarden Dollar aus dem Hintergrund auftauchte und für die Harrah's-Gruppe die Caesar's-Gruppe übernahm. Und so tobt der Kampf der Reichen und Mächtigen, meist im Hintergrund, nach außen durch ständige Veränderungen am Strip bemerkbar: Treasure Island wurde als nicht gewinnbringend genug umgemodelt – Familien, die mit Kinderschar vor den täglichen Gratis-Piratenshows am Strip stehen, bringen eben nicht genug Geld ein – und ist heute ein Casino-Hotel, das sich TI nennt und besonders „heiße" Shows des Cirque du Soleil zeigt.

 

Wasser, das Gold der Wüste

Ursprünglich stand in dem Nevada-Tal eine Arbeiterstadt, gegründet von frommen Mormonen, die hier frisches Grün fanden – Las Vegas heißt Spanisch „Die Wiesen" – und Arbeit an der Eisenbahnstrecke, die San Pedro und Los Angeles verband. Das damals wasserreiche Las Vegas wurde zum Mittel- und Höhepunkt der Zugreise. Heute ist Wasser so kostbar (der vom Hoover Dam aufgestaute See Lake Mead ist nach 16 Jahren Trockenheit um mehr als 30 Meter gesunken), dass die Regierung verzweifelt versucht, die Einwohner zum Wassersparen zu motivieren. Man wird zum Beispiel dafür prämiert, wenn man seinen durstigen Rasen in einen Schotter-Kakteen-Garten umwandelt, hohe Strafen drohen Wasserverschwendern, die ihre Gehsteige und Autos abspritzen oder Zierbrunnen mit Trinkwasser füllen.

Die Bahnstrecke ging 1917 pleite, und auch der 1929 gebaute Highway half nicht viel, viele Arbeitssuchende waren schon weitergezogen. Damit hielt man Las Vegas für gestorben.

Doch wieder war Wasser verantwortlich für die Wiederbelebung und den neuerlichen Siedlungsboom: nämlich der schon erwähnte Hoover Dam, ein Wunderbauwerk, der den Colorado River zum Lake Mead aufstaute und Strom im Überfluss erzeugen konnte. Sieben Jahre Bauzeit waren veranschlagt – doch schon nach fünf Jahren war er fertig! Obwohl Präsident Edgar Hoover diese Riesenbaustelle initiiert hatte und damit seine Kompetenz als Ingenieur, seinen Weitblick bewies – gerade während der Depression war das Projekt eine hilfreiche Arbeitsbeschaffung –, wurde er von seinem Nachfolger und Erzfeind Roosevelt in der Eröffnungsansprache nicht einmal erwähnt und der Damm „Boulder Dam" getauft. Hoover Dam wird er erst seit 1947 genannt, Roosevelt war da bereits zwei Jahre tot.

Caesars Palace.
Caesars Palace.(c) imago/ZUMA Press (David Becker)

Finstere Zeiten der Neon City

Doch wohin mit dem vielen Strom? Im damals möglichen Einzugsgebiet von etwa 130 Kilometern – weiter schaffte man den Elektrizitätstransport noch nicht – gab es eben Las Vegas, das durch die vielen Arbeitssuchenden, die hoffnungsfroh zur Riesenbaustelle strömten, bald auf 20.000 Einwohner angewachsen war. Bereits 1931 war die erste Casino-Lizenz erteilt worden, und als 1937 der Strom Las Vegas rund um die Fremont Street in Downtown Las Vegas erstrahlen ließ, war damit die Spieler- und Neon-Hauptstadt der Welt eröffnet.

Der Zweig der italienischen US-Mafia, die Las Vegas beherrschte, The Mob genannt, war einst durch die Prohibition, die nach acht Jahren 1933 wieder aufgehoben wurde, reich und mächtig geworden. Die Einkünfte aus Schwarzbrennereien und Speakeasys brachten Casinos und Gangster voll ins Geschäft – und Las Vegas zu Ruhm und Unehre.

1957 gab es bereits acht Casinos auf dem Strip, der Mob hatte die Spielerstadt fest im Griff, bot den Touristen auch Unterhaltung und verpflichtete – money no object – die berühmtesten Entertainer der Welt. Vor allem Elvis Presley und das Rat Pack (Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr.) gehörten zum Stammpersonal und machten Las Vegas zur Entertainment-Metropole.

Das Rat Pack schaffte es übrigens auch, dass die Rassendiskriminierung in den Casinos aufgegeben wurde: Sie weigerten sich, in Hotels aufzutreten, die Schwarzen den Zutritt verboten. Als Frank Sinatra 1998 starb, schalteten die Casinos auf dem Strip alle Leuchtreklamen aus, in Trauer um ihren wichtigsten Entertainer, der wie kein anderer zum Ruhm der Stadt beigetragen hatte – mit seinen Auftritten, aber auch mit seinen Alkohol- und Spielexzessen, seinen Affären und seinen Verbindungen zur Mafia.

Als Anfang der 1950er-Jahre das Fernsehen erstmals ermöglichte, dass jeder die laufenden Mafia-Prozesse mitverfolgen konnte, wurde den US-Bürgern erstmals klar, welchen Einfluss diese kriminelle Organisation auf ihr Land hatte – auf Gewerkschaften, die Unterhaltungsindustrie, Polizei und sogar Politiker und Behörden.

Das gegen den Mob eingesetzte FBI wurde nun zu einer bewunderten Institution, neue Gesetze, wie das für Kronzeugen, wurden erlassen, eigene Komitees zur Verfolgung des Mobs reisten durch ganz Amerika und führten zur Festnahme vieler Mitglieder der Mafia. Was Las Vegas gut überstand. Ausgerottet ist die Mafia wahrscheinlich bis heute nicht völlig. Um sich von diesen Schrecklichkeiten zu entspannen, fand man natürlich gerade in Las Vegas – wo sonst? – eine nicht weniger schreckliche Attraktion. Das nur 65 Meilen entfernte Atomtestgelände bot ein Schauspiel, das man gern vom Hotelzimmer oder von der Terrasse der Atomic Liquor Bar bestaunte: Atompilze. Ahnungslos frönte man diesem Vergnügen, ließ sich dazu einen Atom-Bomb-Cocktail servieren, reckte sich sexy mit entsprechendem Bra und Atombusen auf einer bequemen Atompilzmuster-Liege und erzählte es später stolz den Nachbarn. Von 1951 bis 1992 gab es dort 900 Tests, davon 100 überirdisch!

 

Groß, größer, Las Vegas

Nachdem man in den 1960er-Jahren auf das größte Hotel der damaligen Welt, das International, stolz sein konnte, übertraf man sich selbst vier Jahre später mit einem noch größeren, dem erwähnten MGM Grand mit 2000 Hotelbetten.

Heute ist das Venetian Spitzenreiter mit über 7000 Zimmern und Suiten und damit das zweitgrößte Hotel der Welt – nur in Malaysia steht ein kaum größeres. Insgesamt gibt es im Venetian 150.000 Zimmer. Natürlich serviert man hier den teuersten Hamburger der Welt – dass er seine 5000 Dollar wert ist, hat bisher noch niemand bestätigt. Man holt sich nur Topköche und die teuersten DJs. Auch ein Barbesuch kann rekordverdächtig werden, denn bis zu 10.000 Dollar kostet ein Bottle-Service: Vorbei an den kilometerlangen Warteschlangen wird der VIP zu einem Tischchen in der angesagten Disco Tao Nightclub gebracht, dort warten eine Flasche Wodka oder Gin, verschiedene Fruchtsäfte und sexy Damen, die damit ständig Cocktails mixen, manchmal auch unter Konfetti-Regen.

Auch das größte Riesenrad der Welt muss natürlich in Las Vegas stehen, um mehr als 32 Meter höher als das London Eye, um den jährlich herbeiströmenden 40 Millionen Touristen wieder etwas Neues zu bieten. In 28 Kabinen kann man aus 168 Metern Höhe die Stadt begutachten, klimatisiert und vollkommen erschütterungsfrei.

Aber neben diesen Moneymaker-Monstrositäten ist auch Downtown Las Vegas wieder zum Leben erwacht. Das alte Vergnügungsviertel um die Fremont Street hat neue Läden, Lokale und Erlebnisse zu bieten, wie die Zipline SlotZilla, mit der man hoch über den Besuchern viele Hundert Meter am Stahlseil durch die Luft saust. Der Straßenblock 18b wurde zum Designer-, Kunst- und Kreativviertel erklärt, man fördert dort das Ansiedeln von originellen Geschäften, Vintage-Shops und Galerien, von Künstlern, Designern, Blumenbindern, Architekten, Innendekorateuren. Jeder, der Neues denkt, soll hier seinen Platz finden.

Im Caesars Palace setzt man nun auf Grand Tastings.
Im Caesars Palace setzt man nun auf Grand Tastings.(c) imago images / MediaPunch (Damairs Carter)

Retro with a twist

Ständig werden Vernissagen veranstaltet, gern mit einem Augenzwinkern und gutem Geschäftssinn. Eigene Designer-Labels und Shops wie die Stitch Factory oder David Tupac und Electric Lemonade bieten „retro with a twist", man nennt sich „funky" und macht sich über sich selbst lustig, etwa mit dem Riesenholzwürfel, groß wie ein Haus, den Künstler bemalt und dann verbrannt haben: Alles kommt und geht hier, was gestern groß in Mode war, ist morgen vergessen und landet dann teils auf dem Müll, teils in originellen Museen, zum Beispiel im Neon-Museum, wo man all die alten, berühmten Casino-Reklamen, die sooo alt noch gar nicht sind, gesammelt hat, vom „Stardust" bis zum „Flamingo".

Ein Museum der Geschichte von Las Vegas, das Mob Museum, arbeitet die Vergangenheit von den ersten Casinos in Downtown bis zu den Filmgrößen, Spielertricks und Mafia-Prozessen auf – ganz grandios, interaktiv, man sitzt sogar im echten Gerichtssaal oder steht vor der echten St. Valentines Day Massacre Wall mit Einschusslöchern. Jeden ersten Freitag im Monat finden im Viertel 18b Street Fairs statt, die immerhin 20.000 Besucher bringen, jeden Donnerstag kann man Lectures zu den verschiedensten Themen besuchen, und offene Ateliers laden zu Kunst ein.

Ein Theater wurde hier gebaut, für das man unter anderem das Wiener Konzerthaus besuchte, um sich Tipps für die Ausgestaltung mitzunehmen, was auch teilweise erkennbar ist. Hier wird den mehr als zwei Millionen Einwohnern, die meist nur ungern und selten den „Strip" besuchen, von Ballett und Opern bis zum Musical gehobenere Unterhaltung geboten.

„Ausgespielt" ist zwar in Las Vegas noch lang nicht, aber viel Neues ist im Werden abseits von Gambling, Ballermann und Glitzerfummel. First-Class-Küche, First-Class-Shopping und First-Class-Party sind jedenfalls die heutigen Mottos von Las Vegas. Und wenn man dann noch im Hubschrauber über den Grand Canyon schwebt, mit der Zip-Line über die Mojave-Wüste zischt, mit dem Buggy durch die Wüste staubt oder die Red Rock Conservation Area mit Jeep und einem netten, ungemein gebildeten Führer wie Randy besucht, einem ehemaligen Zoologen und Meeresbiologen, dann kann man hier eine originelle Auszeit mit einer gut bedienten Sehnsucht nach den 1950er- und 60er-Jahren verbringen. Und mit Überraschungen, denn hier bleibt nichts so, wie es einmal war. Vielleicht wird Vegas doch noch einmal weniger Ballermann und das Schrille eleganter?

Las Vegas genüsslich und unbeschadet überleben

Unterkunft: Bei der Hotelauswahl sollte man sich genau informieren, wo die Zimmer liegen. Im Flamingo zum Beispiel sind nur die oberen Stockwerke renoviert, der Rest ziemlich abgewohnt, keine Minibar, kaum Beleuchtung in den Zimmern, Rezeption unfreundlich.

Ziplines: Flightlinez im Bootleg Canyon, www.flightlinez.com

Mob Museum in Downtown Las Vegas: https://themobmuseum.org

Neon-Museum nur mit Führungen besuchbar, die letzte um 22 Uhr (nur teilweise beleuchtet, aber auch sehenswert), neonmuseum.org

Lip Smacking Foodie Tours mit drei, vier oder fünf Stopps: https://vegasfoodietour.com

Hubschrauber- oder Flieger-Touren über den Grand Canyon und den Lake Mead, besonders schön gegen Abend, wenn die blauen Schatten länger werden: scenic.com

Pioneer Saloon in Goodsprings: nette Atmosphäre, Einheimische, rustikales Essen. Mit einer Mahagoni-Bar aus den 1860ern und original Schusslöchern von 1915, von einem Pokerstreit stammend. Von hier fährt man mit robusten Geländewagen durch die Wüste: vegasoffroadtours.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2019)