Reportage

Polen: Das Programm heißt „Weiter so“

Polen wählt: Auf dem Land zählen Tradition, Kirche und soziale Anliegen.
Polen wählt: Auf dem Land zählen Tradition, Kirche und soziale Anliegen.(c) REUTERS (KACPER PEMPEL)

Am Sonntag wählt Polen ein neues Parlament, doch alles wird wohl beim Alten bleiben: Die Regierungspartei PiS ist klarer Favorit, vor allem in Zentralpolen, wo soziale Fragen alles andere überschatten. Eine Reportage aus Heiligkreuz.

Ein Pannendreieck für sieben Euro, eine Muttermilch-Abpumpeinrichtung für das Vierfache, veraltete Smartphones und eine Schreckschusspistole liegen im Schaufenster des Pfandleihhauses Loombard. Allein an der zentralen Piłsudski-Straße in Końskie gibt es drei Versatzämter. „In der Not greift der Ertrinkende selbst zur Rasierklinge“, erklärt die Pfandleiherin trocken. „Seit ich hier arbeite, sinkt der Lebensstandard, alle schönen Autos und neuen Einfamilienhäuser sind auf Kredit.“ Die junge Frau ist froh, überhaupt eine sichere Stelle gefunden zu haben.

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