Steirische ams legt neues Angebot für Osram

Osram-Glühbirnen
Osram-GlühbirnenREUTERS

Der Chiphersteller startet mit einer gesenkten Annahmeschwelle einen zweiten Anlauf für die Übernahme des deutschen Leuchtenkonzerns.

Mit einer gesenkten Annahmeschwelle von 55 statt 62,5 Prozent startet der steirische Chiphersteller ams einen zweiten Anlauf für die Übernahme des deutschen Leuchtenkonzerns Osram. Das Angebot bleibt mit 41 Euro je Aktie unverändert zum letzten Gebot, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. ams bewerte Osram damit mit rund 4,6 Mrd. Euro.

ams hält derzeit bereits 19,99 Prozent an Osram und ist damit der größte Aktionär des deutschen Unternehmens. Der Chiphersteller hatte seinen Anteil im Zuge des ersten Übernahmeangebots deutlich ausgeweitet. Damit benötigt ams nur noch weitere rund 35 Prozent der Anteile, um die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent zu erreichen.

"Sind überzeugt, dass unser Angebot erfolgreich sein wird"

Dementsprechend zuversichtlich zeigte sich das ams-Management am Freitag: "Wir sind überzeugt, dass unser Angebot erfolgreich sein wird, da es einen sehr attraktiven Preis zu einem vollen Bewertungsniveau bei klarer Annahmeschwelle bietet. Als bedeutender Osram-Aktionär mit einer Beteiligung von 19,99 Prozent sind wir zudem davon überzeugt, dass dieses Angebot die beste verfügbare Option für die Aktionäre von Osram ist", sagte ams-Chef Alexander Everke laut Aussendung.

Aber auch bei Osram dürfte man mit dem neuerlichen Anlauf zufrieden sein. In beiden Unternehmensausendungen war von "konstruktiven Gesprächen" im Vorfeld des zweiten Angebots die Rede. "Der Vorstand begrüßt die bisher erzielten Fortschritte und ist zuversichtlich, dass sich beide Seiten auf ein zukunftsfähiges strategisches Konzept verständigen werden", so der Osram-CEO, Olaf Berlien.

Konkurrenz von anderen Interessenten dürfte ams bei der Übernahme zunächst nicht ins Haus stehen. Wie Osram am Freitag mitteilte, würden Advent und Bain Capital derzeit von einem Angebot absehen. Beim ersten Versuch waren neben ams noch die US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle sowie später - nach dem auf 41 Euro aufgebesserten ams-Offert - der Zusammenschluss zwischen Bain Capital und Advent im Rennen.

An der Börse in Zürich wurde die ams-Aktie nach Bekanntgabe des neuen Angebots zunächst vom Handel ausgesetzt. Die Osram-Titel zogen indessen in Frankfurt knapp vor Börsenschluss um mehr als drei Prozent an.

(APA)