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Die Stunde des Harald Mahrer

OeSTERREICHISCHE NATIONALBANK (OeNB): ?AMTSUeBERGABE IN DEN LEITUNGSGREMIEN?: MAHRER / HOLZMANN
Harald Mahrer (re.) und Robert HolzmannAPA/HANS PUNZ
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In der Krise um Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann könnte Notenbank-Präsident Harald Mahrer einen Paukenschlag setzen. Werden Holzmann die Personalagenden entzogen?

Er muss schon viel aushalten. Als Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer im Herbst des vergangenen Jahrs höchst überraschend auch noch Präsident der Nationalbank wurde, wurden allerlei Witze gerissen: „Ein Mann für alle Ämter“, hieß es höhnisch, ein „Multitalent“, ein „Tausendsassa“. Jetzt, ein Jahr später, wird weniger gelacht. Die Nationalbank hat mittlerweile ein neues, vierköpfiges Direktorium mit dem FPÖ-nahen Robert Holzmann an der Spitze. Und steckt erstmals dank dessen umstrittenen Personalentscheidungen in einer veritablen Krise. Jetzt muss Harald Mahrer also zeigen, wie viel „Tausendsassa“ tatsächlich in ihm steckt. Einfach wird das nicht.

Mitte Oktober lobte Mahrer noch das „schnelle Einschreiten“, mit dem man „Handlungsfähigkeit und Entschlussfreude“ gezeigt habe. Sprich: Holzmanns Übereifer wurde Einhalt geboten. Der neue Nationalbank-Gouverneur hatte nämlich in den Wochen davor im Alleingang höchst fragwürdige Personalentscheidungen getroffen: Er wollte einen Abteilungsleiter in die Pension schicken, den bisherigen Pressesprecher nach Westösterreich versetzen und die Personalchefin überhaupt gleich kündigen. Vorsichtshalber wurde diese auch gleich mithilfe von Sicherheitsbeamten „aus dem Haus begleitet“, wie Holzmann so schön formulierte.