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Klosterneuburg

Weiter Zwist um Umweltamt

Das Umweltbundesamt in Wien-Alsergrund.
Das Umweltbundesamt in Wien-Alsergrund.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

In der Stadt könnte es eine Volksbefragung geben, das Umweltbundesamt wäre betroffen.

Klosterneuburg. Das Umweltbundesamt, UBA, dessen Hauptgebäude in Wien Alsergrund liegt, soll 2023 mit seinen gut 500 Mitarbeitern nach Klosterneuburg übersiedeln. Der vorgesehene Standort im Osten der Babenberger-Stadt, das sogenannte Pionierviertel, ist aber umstritten. Die Grünen wollen nun eine Volksbefragung zur Zukunft dieses Viertels durchsetzen.

Kommt diese? Das hängt davon ab, wie gut die Grünen mobilisieren können. Bei circa 2700 Unterschriften (mehr als zehn Prozent der Wahlberechtigten) muss die schwarz-rot geführte Stadtgemeinde eine Volksbefragung anordnen. Thema der Befragung: die Ausbaustufen des Viertels. Drei Varianten stehen zur Auswahl.

Erstens: Die Gegend, mehrheitlich im Eigentum des Stifts Klosterneuburg, zum kleineren Teil im Eigentum der Stadt, bekommt zusätzlich zum bestehenden Wirtschaftshof (Fuhrpark der Gemeinde-Nutzfahrzeuge etc.) einen Schulcampus. Und wird sonst Erholungsgebiet. Dies wäre die Minimalvariante.

Zweitens: Neben Wirtschaftshof und Campus sollen 500 Wohnungen plus Park gebaut werden.

 

Ein autofreies Viertel?

Und drittens: Es sollen 1100 Wohnungen und ebenso viele Parkplätze dazu gebaut werden.

Das UBA soll nach derzeitigem Plan auf (Aufstockung) oder neben dem Wirtschaftshof errichtet werden. Diesen Platz würde man aber für ein Parkhaus brauchen, sollten tatsächlich 1100 Wohnungen entstehen. „Mit dem UBA würde weiterer Autoverkehr dazukommen. Angepriesen wurde zuletzt aber ein autofreies Pionierviertel“, so Grünen-Umweltstadtrat Sepp Wimmer. Fazit: Die UBA-Wanderschaft sorgt weiter für Reibereien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2019)