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Kritik

Hirten an der Krippe, ohne Gegenstimme

Im Konzerthaus hörte man zur Abwechslung französische und russische Weihnachtsgesänge.

Das „Weihnachtsoratorium“, aber nicht das berühmte von J. S. Bach, sondern jenes von Camille Saint-Saëns – das ist so ungefähr das Gegenteil; nicht minder andächtig, aber auf eine romantisch-leichte Weise, garantiert fugenlos – im kontrapunktischen Sinne. Dergleichen sinnlich-fröhliche Andachtsmusik gehört hierzulande zu den Rarissima. Thomas Hengelbrock nutzte die Gelegenheit, um mit seinem Balthasar-Neumann-Ensemble der deutschen Chortradition auch vom Osten her zu begegnen. Eingangs gab es russische Vokalmusik.