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Im Keller: „Gelber Muskateller 2019" vom Undhof Salomon

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So fein, so dezent, so eigenständig kann Gelber Muskateller sein.

Ich muss zugeben, dass ich auch weinmäßig voller Vorurteile bin. Ich pauschaliere wie kaum ein anderer. Ich war bis vor wenigen Tagen der Meinung, dass ich Gelben Muskateller prinzipiell auslassen kann. Riecht immer gleich, schmeckt immer gleich, ist immer beliebig. Naja, und dann ist es halt passiert. Bei einem Abendessen mit Freunden kam der Gelbe Muskateller 2019 vom Undhof Salomon auf den Tisch. Quasi als Aperitif. So fein, so dezent, so eigenständig kann Gelber Muskateller sein. Keine Spur von vorlaut. Nur knapp elf Volumsprozent Alkohol und dennoch ungemein präsent. Bertold Salomon ist nicht von ungefähr einer der besten Winzer des Landes. Und er ist es, weil er sowohl bei den großen Rieslingen als auch beim vermeintlich kleinen Muskateller mit der gleichen Akribie vorgeht. Ein Ausnahmemuskateller, der die Regel bestätigt, denke ich.

Undhof Salomon, „Gelber Muskateller 2019", 11,60 Euro ab Hof, www.salomonwines.com

("Die Presse - Schaufenster", Print-Ausgabe, 17.01.2020)