Droht der digitale Shitstorm, werden Social-Media-Manager nicht selten zu Feuerlöschern und zum Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Unternehmenskommunikation.
Shitstorm

Wenn der digitale Flächenbrand lodert

Unternehmen laufen wie Politik und Prominenz permanent Gefahr, in einen digitalen Shitstorm zu geraten. Im Ernstfall kann nur empathische Kommunikation das Posting-Feuer löschen.

Eine handwerkliche Binsenweisheit, die ihre Gültigkeit täglich unter Beweis stellt, ist jene: Journalismus ist Wiederholung. So lassen sich vermeintlich unzusammenhängende Begebenheiten, wie das Posieren des Schauspielers Lars Eidinger vor Obdachlosen, ein rassistischer Gucci-Pullover oder der Migrationshintergrund einer Justizministerin, schnell als Bestandteile einer Serie erkennen: Nichts und niemand ist heute davor gefeit, in das Kreuzfeuer von digitalen Shitstorms zu geraten.

Meist sind es Politik und Prominenz, die zur beinahe wöchentlichen – wenn nicht täglichen – Zielscheibe der Empörungswellen werden. Doch auch Unternehmen können diese jederzeit treffen. Ein einziger Kommentar eines unzufriedenen Kunden reicht aus, um auf Social Media einen tage- wenn nicht wochenlangen Flächenbrand auszulösen. Ist die Reaktion besonders negativ und heftig, schafft sie es schließlich auch in konventionelle Print- und TV-Medienberichterstattung – und der kommunikative Supergau scheint perfekt.