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Einbußen

Welche Auswirkungen das Coronavirus auf die Modeindustrie hat

Dior bei der Shanghai Fashion Week.
Dior bei der Shanghai Fashion Week.(c) imago images/ZUMA Press (Zhou Junxiang via www.imago-imag)
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Modeunternehmen müssen mit Einbußen rechnen, nun wurde auch die Shanghai Fashion Week verschoben.

Das Coronavirus betrifft viele Branchen. Nicht nur Tourismus, Tech, sondern auch die Mode. Nun wurde bekannt, dass auch die Shanghai Modewoche, die am 26. März hätte starten sollen, auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Bei der Modewoche in Shanghai stellten zuletzt auch immer wieder internationale Labels wie Prada, Dior oder Tommy Hilfiger ihre Kollektionen vor. Denn China und seine Nachbarländer sind ein wichtiges Geschäft für die Labels, hier können die Luxusmarken noch expandieren.

Viele Unternehmen mussten ihre Finanzprognosen für das Quartal und teilweise für das ganze Jahr revidieren. Zum einen hat sich aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen der Kundenverkehr drastisch verringert, zum anderen haben viele Geschäfte geschlossen oder nur eingeschränkte Öffnungszeiten. Burberry musste etwa Einbußen von 80 Prozent im Kundenverkehr hinnehmen und hat 24 von 64 Shops in China vorübergehend geschlossen, wie die "Financial Times" schreibt. Auch das Geschäft durch das chinesische Neujahrsfest, das für die Modemarken eine wichtige Einnahmequelle ist, war durch die Beschränkungen im Reiseverkehr nicht so stark wie erwartet.

„Erhebliche Auswirkungen“ auf das Geschäft

Ähnlich geht es anderen Modeunternehmen, etwa auch Nike. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hat vor wesentlichen Einbußen auf dem chinesischen Markt aufgrund des Coronavirus gewarnt. Es sei mit "erheblichen Auswirkungen" auf das China-Geschäft zu rechnen, teilte das US-Unternehmen mit. Nike habe die Hälfte seiner Filialen in Konzernbesitz in dem Land geschlossen und betreibe die restlichen Läden mit eingeschränkten Öffnungszeiten, da weniger Kunden kämen.

Nike-Chef John Donahoe sprach von einer "schwierigen Situation". Anleger reagierten zunächst nervös und ließen die Aktie nachbörslich um über drei Prozent fallen, der Kurs erholte sich allerdings rasch wieder etwas.

Viele Mode- und Fachmessen, etwa die Chic Shanghai, die Isob Bejing oder Kingpins Hongkong wurden verschoben oder ganz abgesagt. Die Mailänder Modemesse bereitet sich auf weniger chinesische Besucher vor und setzt vermehrt auf Liveübertragungen der Schauen. Dasselbe hat man auch in London vor.

>> Artikel der „Financial Times"

(APA/dpa/Red)