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Sicherheitskonferenz

Der neue globale Wettbewerb der Systeme

US-Außenminister Mike Pompeo legt bei der Sicherheitskonferenz in München ein Bekenntnis zur Nato und der globalen Führungsrolle der USA ab. China präsentiert er als „Außenfeind“ des Westens.
US-Außenminister Mike Pompeo legt bei der Sicherheitskonferenz in München ein Bekenntnis zur Nato und der globalen Führungsrolle der USA ab. China präsentiert er als „Außenfeind“ des Westens.(c) REUTERS (POOL)
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Der Kalte Krieg um die technologische Vorherrschaft wird heiß. Die USA greifen bei der Münchner Sicherheitskonferenz China frontal an. Beide Supermächte buhlen um Europa, das in dieser Welt im Umbruch um Selbstbehauptung ringt.

So also fühlt sich der Kalte Krieg im 21. Jahrhundert an, der neue Wettbewerb der Systeme: hart, unnachgiebig und getränkt von Misstrauen. Im Mikrokosmos der Münchner Sicherheitskonferenz liefern einander die USA und China an diesem Samstag ein Fernduell. Die ersten rhetorischen Hiebe im Bayerischen Hof setzen Mike Pompeo und Mark Esper, die US-Minister für Äußeres und Verteidigung. Doch wenige Stunden später schlägt der chinesische Chefdiplomat Wang Yi zurück – mit ungerührter Miene und voller Wucht.