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Analyse

EU von Ankaras Grenzdrohung überrumpelt

(c) APA/AFP/OZAN KOSE
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Der Sechs-Milliarden-Euro-Fonds, mit dem die Union der Türkei bei der Flüchtlingshilfe beisteht, kann keine neuen Projekte mehr finanzieren. Zur Organisation neuer Gelder fehlt es an politischer Initiative.

Brüssel. Mit ihren zwiespältigen Ankündigungen bezüglich der Ausreise syrischer Flüchtlinge in Richtung Griechenland hat die türkische Führung die EU auf dem falschen Fuß erwischt. Seit Monaten wird die Tatsache immer klarer, dass die Union erstens auf absehbare Zeit weiterhin die Hilfe der Türkei braucht, um eine Wiederholung der Migrationskrise des Sommers 2015 abzuwenden, und dass zweitens der europäische Geldtopf für diesen Zweck zur Neige geht. Doch weder in den EU-Institutionen in Brüssel noch in den nationalen Regierungen gab es bisher die politische Führungsstärke, um neue Gelder für die Betreuung der rund 3,7 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei zu sammeln.