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Nach Kurssturz

Vertrauen in Osram-Aktie gestiegen

Archivbild: AMS-Vorstandschef Alexander Everke versucht, die Zweifel zu zerstreuen.
Archivbild: AMS-Vorstandschef Alexander Everke versucht, die Zweifel zu zerstreuen.REUTERS
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Trotz des jüngsten rapiden Kursverfalls lässt sich der Sensor-Spezialist AMS nicht von der Osram-Übernahme abbringen. Das Vertrauen der Investoren wuchs am Freitag wieder, nachdem die Osram-Aktie in die Höhe geschossen war.

Der österreichische Sensor-Spezialist AMS lässt sich vom rapiden Kursverfall seiner Aktien nicht von der Übernahme von Osram abbringen lassen. AMS betonte am Donnerstagabend die Zuversicht des Unternehmens, die 1,65 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme des Münchner Lichtkonzerns bei den Aktionären und anderen Investoren unterzubringen.

Das Vertrauen der Investoren in die Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram durch AMS wuchs dann am Freitag wieder. Die Osram-Aktien schossen in der Früh um 23,5 Prozent auf 27,42 Euro nach oben. Der Kurs des Osram-Papiers liegt damit aber noch weit unter den 41 Euro, die der österreichische Sensor-Spezialist den Osram-Anteilseignern versprochen hat. Am Donnerstag war die Aktie des Münchner Konzerns bis auf 20,50 Euro gestürzt. Analysten halten das in etwa für den fairen Wert, wenn Osram allein weitermachen müsste.

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Die AMS-Aktien waren seit dem Beginn der Zeichnungsfrist an der Schweizer Börse im Sog der Coronakrise um zwei Drittel auf zeitweise weniger als die 9,20 Franken gefallen, die die neuen Aktien kosten sollen. Damit wurde es für die AMS-Anteilseigner unattraktiv, ihre Bezugsrechte für die neuen Papiere auszuüben.

Garantie für Emission

Am Donnerstag schlossen AMS bei 9,28 Franken. Die Gefahr eines Scheiterns der Kapitalerhöhung hatte am Kapitalmarkt Zweifel an der 4,6 Milliarden Euro schweren Übernahme selbst geweckt. Investmentbanken garantieren zwar für die Emission und müssten nicht verkaufte Aktien auf die eigenen Bücher nehmen. Sie haben aber das Recht, bei extremen Verwerfungen an den Märkten einen Rückzieher zu machen.

AMS-Vorstandschef Alexander Everke versuchte anschließend, die Zweifel zu zerstreuen: „Wir sind mehr denn je von der offensichtlichen strategischen Logik und dem Wertschaffungspotenzial aus dem Zusammenschluss von AMS und Osram überzeugt."
Osram hatte am Mittwoch unter dem Eindruck des Virusausbruchs seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gekippt und Kurzarbeit in vielen Werken angekündigt. „Wir erhalten weiter positive Rückmeldungen von unseren Aktionären hinsichtlich dieser strategischen Logik sowie der Kapitalerhöhung", betonte Everke jedoch. Er zeigte sich zuversichtlich, die Übernahme spätestens Ende Juni unter Dach und Fach zu bekommen, sobald die restlichen Genehmigungen der Kartellbehörden vorliegen.

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(Reuters)