Schnellauswahl
Covid-19

Patient, der Wiener Arzt infiziert haben soll, erfuhr von Vorwürfen durch Medien

Ein Lungenfacharzt beschuldigt einen Patienten wissentlich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Der Vater des Mannes weist alle Vorwürfe zurück. Das Ergebnis des nun erfolgten Tests ist noch ausständig.

Ein Mann, dem vorgeworfen wird, einen WienerLungenfacharzt Mitte März in dessen Praxis mit dem Coronavirusinfiziert zu haben, soll erst gestern, Mittwoch, durch die Berichterstattung über diesen Fall von dem Verdacht erfahren haben. Das sagte der Vater des Mannes Donnerstagabend in "ORF - Wien heute". Zudem wäre dem Sohn vor dem Arztbesuch im AKH Wien erklärt worden, kein Verdachtsfall zu sein.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Wien gegen einen Mann ermittelt, der einen Lungenfacharzt infiziert haben soll. Zuvor berichtete das Ö1-"Journal um acht", der junge Mann habe den Mediziner getäuscht und sich als gesund ausgegeben, um von diesem behandelt zu werden. Der Vater des Mannes gab indes am Donnerstag gegenüber "Wien heute" an, dass sein Sohn erst über den ORF von dieser Entwicklung erfahren habe. Sein Sohn habe ursprünglich die Notfallnummer 1540 kontaktiert und das Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) wegen eindeutiger Symptome in Richtung Covid-19 aufgesucht. Dort sei ein Lungenröntgen erfolgt und eine Blutabnahme hätte zudem erbracht, "dass kein Virus in seinem Blut sei". Laut "Wien heute" hieß es vom AKH dazu, dass in diesem Fall kein Anlass auf eine Testung auf Sars-Cov-2 vorgelegen sei.

Der Vater zweifelte zudem, dass der betroffene Arzt, der sich in der vorigen Woche auf den Coronavirus testen hatte lassen und ein positives Ergebnis erhielt, tatsächlich von seinem Sohn angesteckt worden sei. Für diesen liegt noch kein Testergebnis vor. Der Mediziner informierte den Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15), selbiges habe nun auch der junge Mann gemacht - er müsse nun noch mehrere Tage auf sein Ergebnis warten. Der Facharzt warf dem jungen Mann jedenfalls vor, dass dieser ihm auf mehrmaliges Nachfragen versichert habe, er wäre bereits negativ auf Sars-CoV-2 getestet worden.

 

(APA)