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iPhone 4: Immer mehr Klagen wegen Antennen-Problem

Customer displays an iPhone 4 purchased at the Apple Store 5th Avenue in New York
(c) REUTERS (Eric Thayer)
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In den USA häufen sich die Sammelklagen gegen Apple. Kunden beschweren sich über Empfangs- und Übertragungsprobleme. Der Hersteller hat bisher nur unzureichend reagiert.

Immer mehr Käufer des neuen iPhone 4 reichen Klage gegen dessen Hersteller Apple ein. Ars Technica berichtet von bereits fünf unabhängig eingereichten Sammelklagen innerhalb der USA. Sie beschuldigen Apple, das iPhone 4 wissentlich in einem unbrauchbaren Zustand ausgeliefert zu haben. Konkret gibt es seit dem Verkaufsstart massenhaft Berichte über abgebrochene Gespräche und einreißenden Empfang, sobald man das Smartphone auf eine bestimmte Art und Weise in der linken Hand hält.

Falsche Formel für falsches Problem

Apple ist sich des Problems bewusst. Anstatt darauf aber direkt einzugehen, hat der Hersteller eine Stellungnahme veröffentlicht, in der von einem ganz anderen Fehler aller iPhone-Modelle die Rede ist. Offenbar hat Apple die falsche Formel für die Anzeige der Signalstärke bei seinen Handys genutzt. Demnach stellen die Geräte den Empfang stärker dar als er oft ist. Ein Software-Update soll das beheben. Allerdings erklärt das immer noch nicht, warum der Empfang beim iPhone 4 abbricht, wenn man einen kleinen schwarzen Streifen auf der Gehäuseseite mit der Hand abdeckt.

Messbares Empfangsproblem

Apple nutzt für das iPhone 4 die Edelstahlseiten des Geräts als Antennen. In einem Test von Anandtech erwies sich das einerseits als effektiv. Andererseits bestätigten die Tester das genannte Problem. Fasst man das Gerät etwas fester mit der linken Hand an, bricht der Empfang deutlich messbar ein. Zu diesem speziellen Problem erklärte Apple bisher lediglich, dass alle Mobilfunkgeräte mit integrierter Antenne darunter leiden. Anandtech wieder schreibt, dass es unverständlich sei, wieso Apple keine isolierende Beschichtung auf die Edelstahlteile aufgetragen hat.

Österreich-Termin noch unbekannt

Während in den USA Apple mit dem iPhone 4 Rekordabsätze feiert und bereits mehr als 1,7 Millionen Stück verkauft haben will, müssen sich österreichische Kunden noch gedulden. Zwar kursiert derzeit das Gerücht, dass das Gerät ab dem 28. Juli bei uns verfügbar sein wird. Allerdings haben sowohl T-Mobile als auch Orange, derzeit die beiden iPhone-Exklusivanbieter in Österreich, diesen Termin gegenüber DiePresse.com nicht bestätigen können. Angesichts der hohen Nachfrage in den bisherigen Verkaufsländern droht auch hierzulande ein Engpass.

(db)