Ein paar Mitarbeiter sind immer vor Ort. Der Sicherheitsdienst, zum Beispiel.
Corona-Zwangspause

Wissensvermittlung aus der Badewanne

Seit das Naturhistorische Museum geschlossen ist, forschen die wissenschaftlichen Mitarbeiter von daheim, die Vermittler drehen kreative Videos.

Wien. Gabor Herbst-Kiss taucht aus der Badewanne auf, er trägt ein Nasa-T-Shirt, am Badewannenrand sitzt eine gelbe Plastikente. Und Herbst-Kiss beginnt, während ihm der Badeschaum vom Bart tropft, von seiner Wanne aus zu erzählen: Wie das so ist mit den Gezeiten und dem Mond. Dazu hält er auch einen Globus in die Kamera. Ungewöhnlich, originell und ziemlich lustig: So also kann Wissensvermittlung aussehen in Zeiten, in denen Museen wegen der Corona-Maßnahmen geschlossen haben müssen. Denn eigentlich ist Herbst-Kiss einer der Vermittler im Naturhistorischen Museum, das (inklusive Narrenturm) täglich im Schnitt von 2700 Menschen besucht wird.

Statt Führungen und Workshops im Museum abzuhalten, arbeitet Herbst-Kiss nun eben von zuhause aus und dreht, wie auch seine Kollegen, kurze Videos, in denen verschiedene Themen aufbereitet werden. In erster Linie richten sich die an Kinder, aber man kann durchaus auch als erwachsener Zuseher die eine oder andere Wissenslücke füllen. So erzählt Vermittlerin Elli Jegel im regenbogenenfarbenen Ganzkörper-Einhornkostüm, wieso Menschen seit jeher so von Einhörnern fasziniert sind. Oder führt die Zuseher, mit einer Stirnlampe ausgestattet, im Dunkeln durch ihr Haus, in dem es einige präparierte Tiere zu entdecken gibt.