Fukuura Island, Matsushima, Japan
Mit Klassikern reisen

Poetischer Trip nach Japan

Mit dem Dichter Bashō „Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland“ – und gut 300 Jahre später mit Marion Poschmann auf seiner Spur.

Es ist an sich bereits ein wirklich fernes Land für Europäer. Doch durch die Coronapandemie scheint Japan derzeit geradezu unerreichbar. Warum also sollte man sich nicht mit einem seiner größten Dichter, Matsuo Bashō, auf den Weg machen, um den nördlichen Teil der Hauptinsel Honshū zu erkunden? Zum Beispiel nach Obanazawa in der Präfektur Yamagata mit seiner heißen Quelle. In der Umgebung liegt in den Bergen der 860 vom buddhistischen Priester Ennin gegründete Tempel Risshaku-ji: „Oh, welche Stille! / Tief bohrt sich in den Felsen / Zikadensirren.“ Bashō hat viele Verse beherrscht, berühmt ist er für die Perfektionierung des 17-silbigen Haikus.