Coronakrise

Messebranche fordert Klarheit von Regierung

Die Branche will ab 1. September wieder Messen veranstalten. Es ist  zeitliche Planbarkeit bis spätestens Ende dieser Woche nötig, sonst wackeln Herbstmessen.

Die Messebranche in Österreich fordert von der Regierung zeitliche Vorgaben und Rahmenbedingungen, die es möglich machen, ab 1. September wieder Messen veranstalten zu können. "150 Messen, 25.000 Aussteller, 200 Dienstleister und tausende Arbeitsplätze hängen in der Luft", heißt es in offenen Briefen an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Während für Kultur- und Sportveranstaltungen sowie kleinere Veranstaltungen Lockerungen verordnet worden seien und auch Handel, Gastronomie und Hotellerie wieder geöffnet hätten, würde für Messen immer noch Klarheit über ein Reglement fehlen, beklagt der Verband der österreichischen Messen.

Die Branche benötige zeitliche Planbarkeit bis spätestens 12. Juni, da sonst die ersten Messeabsagen für den Herbst ausgesprochen werden müssten. "Die langen Vorbereitungszeiten für Messen erfordern sofortiges Handeln", heißt es in den Schreiben. Ein "dramatischer Geschäftsrückgang" bis weit in das Jahr 2021 hinein sei jetzt schon Realität. "Jeder Tag der Ungewissheit kostet Geld und Arbeitsplätze und bringt jahrzehntelang aufgebaute Standorte in größte Insolvenzgefahr."

(APA)

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