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Slowenien

Grenzschließung zu Kroatien? "Epidemiologisch tut sich etwas"

Ein Bild, das vorerst der Vergangenheit angehört: Grenz- und Gesundheitskontrollen an der slowenisch-kroatischen Grenze.
Ein Bild, das vorerst der Vergangenheit angehört: Grenz- und Gesundheitskontrollen an der slowenisch-kroatischen Grenze.APA/AFP/DENIS LOVROVIC
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Nachdem der slowenische Gesundheitsminister in einem Interview eine Grenzschließung zu Kroatien in den Raum stellte, kommt nun die mahnende Entwarnung der Behörden. Man werde die Situation sorgfältig beobachten.

Schließt Slowenien die Grenze zu Kroatien - und blockiert damit den Weg für viele Österreicher ins beliebte Urlaubsland? Ein Interview des slowenischen Gesundheitsministers Tomaz Gantar sorgte Montagabend für Aufregung. Am Dienstag dann leichte Entwarnung: Kroatien ist laut slowenischen Epidemiologen bezüglich des Coronavirus vorerst sicher. Die epidemiologische Lage sei derzeit vergleichbar mit Slowenien: die Zahl der Corona-Fälle pro 100.000 in letzten 14 Tagen liege etwas über zwei, sagte Mario Fafangel aus dem nationalen Institut für öffentliche Gesundheit (NIJZ) bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

"Es ist nach wie vor sinnvoll, dass Kroatien zu den epidemiologisch sicheren Ländern gezählt wird", sagte Fafangel, Leiter des Zentrums für Infektionskrankheiten beim NIJZ. Die Situation in Kroatien werde aufmerksam beobachtet, betonte der Epidemiologe. "Die absoluten Zahlen sind nicht dramatisch, sie sind auf einem sicheren Niveau", sagte er und fügte hinzu, dass die Situation in Kroatien sorgfältig beobachtet werde.

"Epidemiologisch tut sich etwas" sowohl in Kroatien als auch in Slowenien, sagte Fafangel und fügte hinzu, dass es sich in den nächsten Tagen zeigen werde, in welche Richtung sich der Trend bewege.

Minister hatte Grenzschließung nicht ausgeschlossen

Die Pressekonferenz über die Lage zur Corona-Pandemie wurde laut dem Regierungssprecher Jelko Kacin am Dienstag angesetzt, nachdem es in der Öffentlichkeit zu Aufregung gekommen sei, unter anderem wegen eines "zu wenig durchdachten Auftritts des Gesundheitsministers Tomaz Gantar". Der Minister hatte am Montagabend in einem Fernsehinterview eine neuerliche Schließung der Grenze zu Kroatien nicht ausgeschlossen, sollte dort die Zahl der Coronafälle weiter steigen.

Laut den aktuellsten kroatischen Daten vom Montag wurden jüngst in 24 Stunden insgesamt 19 neue Infektionen bestätigt. Damit liegt die Zahl aller bestätigten Fälle im Adrialand bei 2.336. In Slowenien wurden ebenfalls am Montag 13 neue Coronafälle bestätigt, womit die Zahl auf insgesamt 1.534 bestätigte Infektionen gestiegen ist. Slowenien hat zwei Millionen Einwohner, Kroatien rund doppelt so viele.

(APA)