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Tourismus

Sommersaison beginnt mit minus 90 Prozent bei Nächtigungen

APA/BARBARA GINDL
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Aufgrund der Coronakrise ist der Sommertourismus mit einem massiven Nächtigungseinbruch in die Saison gestartet. Allein bei deutschen Gästen gab es einen Rückgang um 97,3 Prozent.

Aufgrund der Coronakrise ist der Sommertourismus mit einem massiven Nächtigungseinbruch in die Saison gestartet. Im Mai verzeichnete die Branche einen Rückgang bei den Nächtigungen um 89,9 Prozent, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Mit 756.000 Nächtigungen wurden im Mai damit um 6,77 Mio. weniger gemeldet als im Vorjahresmonat.

Für den Rückgang verantwortlich waren die Grenz- und Betriebsschließungen aufgrund der Pandemie, so die Statistik. Diese hatten seit Mitte März quasi für einen Totalausfall im Tourismus gesorgt. Seit 29. Mai dürfen Beherbergungsbetriebe aber wieder offen haben, weshalb der Rückgang im vergangenen Monat nicht ganz so stark ausfiel wie im Vormonat April (minus 97 Prozent).

Seit Jahresbeginn ging die Zahl der Übernachtungen um rund ein Drittel (32,6 Prozent) auf 42,98 Millionen zurück, schreibt die Statistik Austria. Der coronabedingte Nächtigungsverlust bis Ende Mai 2020 belief sich auf 21 Millionen.

Von Jänner bis Mai gab es bei den inländischen Gästen mit minus 41,2 Prozent einen stärkeren Rückgang bei den Übernachtungen als bei ausländischen Gästen (minus 30,0 Prozent). Aus dem Ausland blieben vor allem die Gäste aus der Schweiz und aus Liechtenstein (minus 35,7 Prozent) sowie aus Großbritannien (minus 34,3 Prozent) aus. Aus Deutschland kamen laut der Statistik um 29,4 Prozent weniger Gäste.

Alleine im Mai verzeichnete der heimische Tourismus ein Minus bei den deutschen Besuchern um 97,3 Prozent. Auch aus Tschechien übernachteten um 93,1 Prozent weniger Gäste in Österreich. Insgesamt ging die Zahl der ausländischen Gäste im abgelaufenen Monat um 96 Prozent zurück, während um 80,5 Prozent weniger Gäste aus dem Inland in den Beherbergungsbetrieben genächtigt haben.

(APA)