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Biografie

Max Reinhard: Genie und Theaterwahn

Domplatz. Reinhardt (Bildmitte) in Salzburg, hinter ihm seine langjährige Sekretärin Gusti Adler.
Domplatz. Reinhardt (Bildmitte) in Salzburg, hinter ihm seine langjährige Sekretärin Gusti Adler.beigestellt
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Eine reich bebilderte Biografie von Max Reinhardt gibt im Jubeljahr der Festspiele Einblick ins Leben ihres Gründervaters.

Ein in jedem Kalender der Theaterhistorie rot einzuringelnder Tag ist der 22. August 1920: Da nämlich fand am Salzburger Domplatz eine Inszenierung des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal statt; Regie führte der zuvor besonders in Berlin Theaterwunder wirkende Ausnahmekünstler Max Reinhardt: Die Festspiele waren geboren. Beinah genau hundert Jahre später - und punktgenau zum Beginn der Jubiläumsausgabe - erscheint eine gewichtige, bilderreiche Reinhardt-Biografie: Autorin Sibylle Zehle fand mit dem Untertitel "Ein Leben als Festspiel" eine ebenso naheliegende wie wohl nicht unzutreffende Formulierung.

Schlossherr. 1918 kaufte Reinhardt Leopoldskron. Hier mit "Tabak", dem Hund Helene Thimigs, seiner zweiten Frau.
Schlossherr. 1918 kaufte Reinhardt Leopoldskron. Hier mit "Tabak", dem Hund Helene Thimigs, seiner zweiten Frau.beigestellt

Max Reinhardt, ab 1918 Besitzer von Schloss Leopoldskron (das er einer sich über Jahre erstreckenden Inszenierung bis ins letzte Detail unterzog), kam erstmals mit der späteren Festspielstadt in Berührung, als er 1893 vom Landestheater engagiert wurde. Salzburg liebte er, doch das unübersehbare Talent des Schauspielers Reinhardt führte dazu, dass er  - sogar gegen seinen zaghaften Widerstand, der sich aber vorteilhaft auf den im Buch faksimilierten Vertrag auswirkte - von Otto Brahm an das Deutsche Theater in Berlin geholt wurde.