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Autobranche

Elon Musk plant einen Tesla für 21.000 Euro

Elon Musk
Elon Musk(c) APA/AFP/ODD ANDERSEN (ODD ANDERSEN)
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Der E-Auto-Pionier stellte in der Nacht auf Mittwoch seine Vorhaben in der Batterietechnologie vor. Gleichzeitig hat er die Anleger enttäuscht. Der Börsenwert sank umgehend um 50 Milliarden Dollar.

Tesla will den Preis für seine Elektroautos drastisch senken. Dazu sollen nach Worten von Konzernchef Elon Musk vor allem die Produktionskosten für die Batterien heruntergefahren werden. Bis es so weit ist, müssen sich die Kunden aber noch gedulden, signalisierte Musk am Dienstagabend (Ortszeit) auf einer mit Spannung erwarteten Firmenveranstaltung. Die Umstellung der Fertigung werde ungefähr drei Jahre dauern.

Diese Aussicht sorgte unter Investoren für Enttäuschung. Die Aktie des Elektroautopioniers, der in den vergangenen Monaten zum wertvollsten Automobilhersteller aufgestiegen war, sackte im nachbörslichen Geschäft um sieben Prozent ab, nachdem sie bereits im regulären Handel 5,6 Prozent eingebüßt hatte. Damit schrumpfte Teslas Börsenwert am Dienstag um 50 Milliarden Dollar. Auch die Kurse von Batteriezulieferern des US-Konzerns gaben nach. Die Papiere des südkoreanischen Unternehmens LG Chem sanken 4,7 Prozent, die der japanischen Panasonic 2,9 Prozent.

Neue Generation von Batterien

Musks Ziel ist es, die Aufwendungen für Batterietechnik und Herstellung so deutlich zu reduzieren, dass Tesla selbstfahrende E-Autos zum Preis von 25.000 Dollar (rund 21.000 Euro) verkaufen kann. "Wir haben kein erschwingliches Auto", sagte er. "Das werden wir in der Zukunft haben. Aber dazu müssen wir die Kosten für die Batterien nach unten bringen", betonte Musk auf dem "Tesla Battery Day". Seinem im Internet übertragenen Auftritt folgten mehr als 270.000 Zuschauer.

Der Tesla-Chef versprach eine neue Generation von Batterien. Diese sollen deutlich leistungsstärker und ausdauernder sein als die derzeitigen und nur halb so viel kosten. Sie sollen praktisch ohne das teure Schwermetall Kobalt auskommen. Geplant sei ferner ein Recycling von Batteriezellen in der sogenannten Gigafabrik im Bundesstaat Nevada. Von der Massenfertigung sei das Unternehmen aber noch etwa drei Jahre entfernt. Die neuen Batteriezellen sollen anfangs in einer neuen Montagelinie nahe der Fabrik im kalifornischen Fremont produziert werden.

 

(Reuters/red.)