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Fotoprojekt

Wiener Lobbys: Hier, dort, dazwischen

Hier Thalers Aufnahmen der Lobbys von Meliá Vienna, Hotel Domizil.
Hier Thalers Aufnahmen der Lobbys von Meliá Vienna, Hotel Domizil.Wolfgang Thaler
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Orte, die über sich hinausweisen, in Empfang nehmen und verabschieden: Wolfgang Thaler fotografierte vier Jahre lang Lobbys in Wiener Hotels.

Orte, die die Welt bedeuten – oder eben gar keine bestimmte Lokalität: So sieht Wolfgang Thaler jene Hotellobbys, die im Mittelpunkt seines neuen Bildbandes ste-hen und die er vier Jahre lang, aus-schließlich in Wien, ablichtete. Das deutsche Wort, Empfangshalle, hat etwas Heimeliges – bildet im Grunde aber nur die Hälfte der Geschichten ab, die sich in die-sen Räumen zutragen. Denn hier kommen Menschen nicht nur an und lassen sich in Empfang nehmen – hier wird man auch verabschiedet und ist im Aufbruch: Wenn Grand-Tour-Reisender, in Richtung der nächsten Lobby – oder eben zurück nach Hause. Michel Foucault nannte solche Nicht-Orte oder Mehr-als-sie-selbst-Orte in seinen Schriften „Heterotopien“, man könnte auch an das Schlagwort der In-Betweenness denken: Solche ungeklärten bzw. etwas vieldeutigen Ortseigenschaften jedenfalls faszinieren Wolfgang Thaler seit jeher. 2001 etwa veröffentlichte er den Bild-band „Mep’Yuk. Die Zentrale“ mit Bildern von Innen-räumen (Lobbys, Besprechungszimmer, Wartesäle) in öffentlichen Gebäuden überall auf der Welt, wobei den Lesern bzw. Betrachtern nicht offenbart wurde, wo genau der jeweilige Raum sich befand. Einzig eine Liste am Ende des Buches verzeichnete alle vorkommenden Gebäude – aber ohne Hinweis, auf welchen Seiten sie zu sehen sind.

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