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Analyse

Mehr Austritte, weniger Taufen, Hochzeiten, Kirchgänger und Priester

Der Salzburger Dom - auch im Erzbistum gibt es jedes Jahr weniger Katholiken.
Der Salzburger Dom - auch im Erzbistum gibt es jedes Jahr weniger Katholiken.APA/BARBARA GINDL
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Die offizielle Statistik für 2020 weist trotz Ausbleibens größerer Skandale eine unvermindert hohe Zahl an Austritten aus. Die Zahl der Mitglieder ist gegenüber 2019 um 1,5 Prozent, die der Priester sogar um 2,5 Prozent gesunken.

Alle Jahre wieder: Die katholische Kirche Österreichs legt regelmäßig im Jänner Kennzahlen der Öffentlichkeit vor. Auf großes Interesse stoßen dabei regelmäßig die Daten über die Austritte – insgesamt ein Prozess der Transparenz, der der Organisation wohl nicht immer leichtfallen wird. Und der bei anderen Organisationen (Parteien) unüblich ist. Am Mittwoch war es wieder so weit. „Zahl der Kirchenaustritte 2020 gesunken“, titelte da die Katholische Presseagentur.

1 Rückgang beim Rückgang der Mitglieder der katholischen Kirche: Was bedeutet das?

Dass es natürlich dennoch einen Rückgang bei der Zahl der Katholiken gibt. Im Vorjahr haben sich 58.535 Katholiken von ihrer Kirche beim Magistrat oder im Gemeindeamt abgemeldet. Abgesehen von theologischen und seelsorglichen Aspekten bedeutet nüchtern betrachtet jeder einzelne Austritt auch eine versiegende Einnahmequelle.
Der Kirchenbeitrag macht grundsätzlich ein Prozent des Einkommens aus, das versteuert werden muss (gleichzeitig gibt es verschiedene Ermäßigungen für Kinder, neue Wohnung etc.). Und er hat eine sehr hohe Bedeutung für die Budgets der Diözesen: Immerhin bewegt sich der Anteil des Kirchenbeitrags an den Einnahmen bei drei Vierteln. 2019 (die aktuellste verfügbare Zahl) haben die Mitglieder knapp 481 Millionen Euro an Beiträgen geleistet.