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Eisschnelllauf

Vanessa Herzog und der Sprint durch die Eis-Saison

Vanessa Herzog bereitete sich mit ihrem niederländischen Profi-Team auf die nächsten intensiven Wochen vor.
Vanessa Herzog bereitete sich mit ihrem niederländischen Profi-Team auf die nächsten intensiven Wochen vor.International Skating Union via
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Gleich mit einer EM eröffnet Vanessa Herzog das kurze Wettkampfjahr, das über vier Wochen in einer Blase in Heerenveen geht. Von neuem Rhythmus-Gefühl bis sehnsüchtigen Tierfotos.

Heerenveen/Wien. Zu Heerenveen hat Vanessa Herzog schon lang eine besondere Bindung. Die 50.000-Einwohner-Stadt in den Niederlanden ist das Eisschnelllauf-Mekka, das legendäre Thialf-Stadion hat auch Österreichs Aushängeschild kennen- und lieben gelernt. Was bisher Traumkulisse für Wettkämpfe war, ist seit Ende November zur zweiten Heimat geworden. Vor fast sieben Wochen hat Herzog in Heerenveen ihre Zelte aufgeschlagen, nun fiebert die 25-Jährige dem Saisonauftakt entgegen: Am Wochenende steigt die Sprint-EM (Samstag, ab 15.35 Uhr, live ORF Sport+).

Nun ist also auch der Eisschnelllauf-Tross in Heerenveen in eine Blase übersiedelt, binnen vier Wochen wird dort das gesamte Programm mit EM, zwei Weltcups und WM abgespult. Zehn Stunden Quarantäne im Zimmer bis zum Testergebnis, mit Sicherheitspersonal vor der Tür, gaben einen Vorgeschmack auf das Leben zwischen Hotel und Eishalle. Zuvor hatte die Kärntnerin in einem angemieteten Haus gewohnt, Alpaka Fred sorgte für den Extra-Wohlfühlfaktor. Denn auch auf dem heimischen Hof in Otrouza tummeln sich neben Hühnern, Gänsen und Schweinen drei flauschige Tiere. Die Umstellung auf die Bubble ist der Wahl-Kärntnerin wegen des Lockdowns im Land nicht schwergefallen, „weil man draußen sowieso nichts machen kann“. Immer an ihrer Seite: Tom Herzog, Trainer und Ehemann in Personalunion. „Ein großer Vorteil. Uns wird auch bei zwölf Stunden im Zimmer nicht fad.“

Aufholjagd im eigenen Team

Das hohe Standing der 500-m-Weltmeisterin von 2019 spiegelt sich in ihrer Mitgliedschaft beim niederländischen Profi-Team Reggeborgh wider. Nicht nur dass dieses für die Ausländerin im Team den Verband bezahlt, es hat Herzog schon vor der Wettkampf-Bubble den Zutritt zum Thialf gewährt – den sie einmal, während der Isolation, sogar ganz für sich allein hatte. „Ein Kindheitstraum.“ Da schon das Inlineskaten im Sommer (Herzog hat einmal WM-Gold und achtmal EM-Gold zu Hause) ausfiel und dann auch die Eishalle in Inzell wegen Corona zusperrte, war der Trainingsrückstand groß. Auch mental lastete die Ungewissheit auf Österreichs Sportlerin 2019. „Am Anfang war es extrem schwer. Mit dem Gedanken, selbst wieder Wettkämpfe zu haben, hat sich alles verändert.“