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Coronavirus

Verdachtsfälle auf Virus-Variante in Österreich häufen sich

Um die Feiertage rund 113.000 Schnelltests in Oesterreichs groeszter Teststrasze: Auch Veranstaltungsbranche kann zukuenftig profitieren
Teststraße in Wien (Archivbild)APA/IAKW-AG/Ludwig Schedl
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In Jochberg in Tirol bestätigte sich keiner der Verdachtsfälle. In Wien könnte die Mutante bereits Spuren im Abwasser hinterlassen haben.

Die Verdachtsfälle auf die britische Mutante B.1.1.7. des Coronavirus häufen sich in Österreich. Neben den bereits bekannten Fällen in Tirol, Wien und dem Burgenland haben am Donnerstag auch Vorarlberg, Oberösterreich und Niederösterreich mögliche Fälle mit der Variante des Coronavirus gemeldet. Bestätigt war noch kein Fall. Die Sequenzierung durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) wird einige Tage dauern. In Kärnten, Salzburg und der Steiermark gab es zunächst keine Fälle.

In Vorarlberg könnten sich fünf Personen mit der mutierten Variante aus Großbritannien angesteckt haben. Deren Proben wurden zur weiteren Untersuchung nach Wien gesandt. Man hoffe nun auf baldige Antwort, hieß es. Sorge bereitete die Nähe Vorarlbergs zur Schweiz, wo bereits sechs Prozent aller Neuinfektionen auf die Mutante zurückzuführen seien, sagte der Leiter des pathologischen Instituts in Feldkirch, Felix Offner, dem ORF.

Am Donnerstagnachmittag wurden auch noch drei Verdachtsfälle in Oberösterreich bekannt. Und auch in der Steiermark: Am Abend gab das Land bekannt, dass die ersten Verdachtsfälle auf die Mutante aufgetreten seien. Wo und wie viele es waren, blieb zunächst unklar. Das Probenmaterial befinde sich derzeit zur finalen Analyse bei der Ages.

Jochberg: Von 1000 Tests vier positiv

In Niederösterreich besteht in einem Fall der konkrete Verdacht auf eine Coronavirus-Mutante. Wie ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Donnerstagnachmittag der mitteilte, handelt es sich bei der Betroffenen um eine Frau aus dem Zentralraum des Landes. Ein Vortest sei positiv verlaufen, die Probe befinde sich nun bei der AGES. Untersuchungen zur Sequenzierung würden durchgeführt. Mit einem Ergebnis sei in den kommenden Tagen zu rechnen, betonte der Sprecher.

Nach dem Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen der britischen Coronavirus-Mutation im Tiroler Jochberg (Bezirk Kitzbühel) haben am Dienstag und Mittwoch über 1000 der 1500 Jochberger das Angebot der kostenlosen PCR-Tests genutzt. Von diesen über 1000 Tests waren vier positiv, informierte das Land; die Verdachtsfälle auf die neue Variante bestätigten sich aber nicht.

Womöglich schon im Wiener Abwasser

Die Coronavirus-Mutante könnte auch bereits im Wiener Abwasser ihre Spuren hinterlassen haben. Laut - offiziell nicht bestätigten - Informationen hat zumindest ein Vortest einen Verdacht auf die Variante ergeben. Eine Prüfung durch Gensequenzierung steht dem Vernehmen nach noch aus.

In Wien wird Abwasser im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Hauptkläranlage, der Technischen Universität bzw. der Ages gescreent. Im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) wurde man vorerst nicht über die jüngsten Untersuchungsergebnisse unterrichtet. "Wir haben dazu keine Information erhalten", wurde betont.

In Wien könnten zudem bereits Bewohner einer Pflegeeinrichtung mit der B.1.1.7.-Mutation infiziert sein. Zumindest besteht ein entsprechender Verdacht. Von 101 Bewohnern waren nach den Feiertagen 42 an Covid erkrankt. Der endgültige Nachweis steht aber noch aus, die Sequenzierung soll erst Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

(APA)