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Trojaner

Schadsoftware "Emotet" zerschlagen

In einer international konzertierten Aktion wurde das Netzwerk des Trojaners Emotet unschädlich gemacht. Seit 2014 war er bekannt.

Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) haben die Schadsoftware "Emotet" eigenen Angaben zufolge zerschlagen. Im Rahmen einer international konzertierten Aktion sei die Schadsoftware nach sieben aktiven Jahren am Dienstag übernommen und zerstört worden, teilten die Behörden am Mittwoch mit.

"Emotet" habe als derzeit gefährlichste Schadsoftware weltweit gegolten. In Deutschland seien neben Computern Zehntausender Privatpersonen eine hohe Anzahl von IT-Systemen von Unternehmen, Behörden und Institutionen infiziert worden. Mittels der Schadsoftware seien etwa Online-Banking manipuliert worden, gespeicherte Passwörter ausgespäht und Systeme für Erpressungen verschlüsselt worden. Allein in Deutschland sei ein Schaden von mindestens 14,5 Millionen Euro verursacht worden.

"Die Zerschlagung von Emotet ist ein wahrer Meilenstein im Kampf gegen die Cyberkriminalität. Emotet hat wie ein Schweizer Taschenmesser funktioniert, erklärt Adolf Streda, Malware-Analyst beim IT-Security-Spezialisten Avast. Über die Einsatzfelder hinaus, wurde die Schadsoftware auch zum Verkauf an andere Kriminelle verkauft worden. „Für die Welt der Cybersicherheit“sei den Behörden ein großer Erfolg gelungen. 

An der Aktion seien die Niederlande, die Ukraine, Litauen, Frankreich, England, Kanada und die USA beteiligt gewesen. Europol und Eurojust hätten die Ermittlungen, die seit August 2018 liefen, unterstützt, teilten BKA und ZIT mit.

 

(bagre)