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Quergeschrieben

Mit einem Bein oder gar beiden Haxen im Kriminal

Worüber man nicht schweigen will, darüber kann man streiten: Das dachten auch ein paar Grätzelfreunde, die einander zufällig auf dem Markt trafen. Ein Lauschangriff.

Gesprächsthema war zunächst, no na, Corona. Der Green Pass, rief eine Dame über den elefantösen Sicherheitsabstand, sei eine gute Idee, „aber erst, wenn alle eine Chance auf Impfung haben“. Zustimmendes Nicken. Nur ein Mann widersprach: Er sei es den alten Menschen nicht neidig, wenn sie ihre letzten Jahre wieder halbwegs normal verleben können.

Abrupt wechselte er zu anderen Aufregerthemen: Blümel, Brandstetter, Hausdurchsuchungen, Korruptionsverdacht. Novomatic sponsert doch alle, sagte einer (und, nein, er hatte keine Ähnlichkeit mit H.-C.): Stiftungen, Schriftsteller, Kabarettisten, (Kultur-)Veranstaltungen und Parteien. Und finde man es nicht ebenso anrüchig, wenn die für das KH-Nord-Millionendebakel zuständige Gesundheitsstadträtin nahtlos zu einem Konzern wechselt, der enge Geschäftsbeziehungen zu der Stadt Wien unterhält (die WKStA fand das übrigens nicht). Ach, und sei nicht ein Anwalt, nachdem er finanzielle Geburtshilfe geleistet habe, für die Liste Pilz ins Parlament gezogen? Und die Neos, ätzte einer, würden ihre Existenz sowieso nur einem Großsponsor verdanken. Holla, die Waldfee! Ab da wurde die Diskussion parteipolitisch deftig.