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Leopold Museum

Die Farben der Melancholie

Sergius Pauser, Mädchen vor dem Spiegel, 1931Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred ­Thumberger © Nachlass Sergius Pauser
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Einige Ehrenrettungen hat die österreichische Malerei der Zwischenkriegszeit schon erleben dürfen. Das hier ist sicher ein eleganter, konzentrierter Versuch. Aber ohne große Überraschungen.

Das Leben und die Kunst sind manchmal nicht gerecht. Manchmal hat man in Ersterem das Pech, einer großen Liebe zu folgen („Man ist nicht zum Leben, sondern zum Lieben auf der Welt“, gibt einem Elisabeth Leopold dazu mit auf den Weg). Manchmal in Zweiterem das Pech, einer großen Künstlergeneration, einer kunstgeschichtlich herausragenden Epoche zu folgen. So muss es der Generation nach Gerstl, Klimt und Schiele gegangen sein. Der Tod von letzteren beiden 1918 fiel noch dazu mit dem Beginn dessen zusammen, was man auf Wiens Kunstgeschichte-Institut einst spröde „Kunst der Zwischenkriegszeit“ nannte.