Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Coronavirus

283 Neuinfektionen, ein Todesfall

Die Presse/Clemens Fabry
  • Drucken

Die Zahl der Neuinfektionen ist in allen Bundesländern zweistellig, österreichweit wurden 283 neue Fälle gemeldet.

Seit Mittwoch wurde im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein Todesfall gemeldet - und ein weiterer zurückgenommen. Zunächst hatte das Innenministerium keinen weiteren Todesfall in den vergangenen 24 Stunden gemeldet - es wäre erstmals seit acht Monaten gewesen. Jedoch gab es in der Steiermark eine Datenkorrektur, hier wurde minus ein Todesfall gemeldet. Wien wiederum verzeichnete einen weiteren Toten seit Mittwoch.

Am Donnerstag gab es österreichweit 4.661 aktive Fälle, um 189 weniger als am Mittwoch. In allen Bundesländern wurden je weniger als 100 Neuinfektionen gemeldet, in Summe kamen seit Mittwoch 283 neue Fälle hinzu. Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit täglich 305 weiteren Fällen: Die Sieben-Tage-Inzidenz belief sich auf 24 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Unterdessen sind mehr als vier Millionen Menschen in Österreich zumindest erstgeimpft. 107.613 Impfungen wurden am Mittwoch durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 4.052.056 bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 45,5 Prozent der Bevölkerung. Rund jeder fünfte Österreicher (21,8 Prozent) hat bereits beide Teilimpfungen erhalten.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland, hier erhielt bereits mehr als die Hälfte (50,6 Prozent) der Bevölkerung den Erststich. In Niederösterreich sind 48,9 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Vorarlberg 46,5 Prozent. Nach Tirol (46,5), Salzburg (46,2), Kärnten (45,4), der Steiermark (45) und Oberösterreich (43,6) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 40,7 Prozent. In der Bundeshauptstadt wurden allerdings zahlreiche Menschen aus den angrenzenden Bundesländern geimpft.

Im Krankenhaus lagen am Donnerstag 362 Personen, um 14 weniger als am Mittwoch. 118 Menschen wurden auf Intensivstationen betreut. Das waren um zehn Schwerkranke weniger als noch vor einer Woche.

Seit Pandemiebeginn gab es in Österreich bereits 647.971 positive Testergebnisse. Vom Coronavirus genesen sind 632.660 Menschen. Die meisten Neuinfektionen seit Mittwoch wurden mit 82 in Wien registriert, in Niederösterreich waren es 54, in Oberösterreich 39 und in Tirol 32. Die Steiermark meldete ebenso wie Kärnten 22 weitere Fälle, Vorarlberg 13 und das Burgenland sechs.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 671.340 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 81.221 aussagekräftige PCR-Tests, 0,3 Prozent lieferten positive Ergebnisse.

Sprunghafte Veränderungen wahrscheinlich

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen in ihrer wöchentlichen Prognose für die kommenden Tage von weiterhin leicht sinkenden Virus-Fallzahlen aus. So nähert sich die österreichweite Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner der Marke von 20 an, für kommenden Mittwoch wird mit 21 Fällen pro 100.000 Einwohner gerechnet. Weiter rückläufig ist die Zahl der Patienten in Spitalsbehandlung. Die Zahl der Neuinfektionen wird mit täglich rund 270 Fällen angenommen.

Derzeit findet das Fallgeschehen laut den Experten in den meisten Bundesländern in einzelnen Clustern statt, die nicht prognostiziert werden können. Kurzfristige, sprunghafte Veränderungen insbesondere in der Wachstumsrate der Neuinfektionen sind deshalb zunehmend wahrscheinlich, so die Annahme der Experten. Im Burgenland sowie in Salzburg ist mit einer Stagnation auf niedrigem Niveau zu rechnen. Die Spannbreite der Sieben-Tage-Inzidenz kommenden Mittwoch reicht von acht im Burgenland bis 42 in Tirol.

Österreichweit reduzierten sich die von Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten bis 23. Juni von 6,2 auf 3,5 Prozent der gemeldeten Gesamtkapazität an Erwachsenen-Intensivbetten (2050). Das wären 71 Schwerkranke, am Mittwoch waren es noch 124. Kommenden Montag soll es erstmals seit Monaten weniger als 100 Intensivpatienten geben. Auf den Normalstationen wird in zwei Wochen eine Auslastung von 163 Betten erwartet.