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Vorstoß

Italien setzt "Gig Economy" auf Tagesordnung von G20-Treffen

Große Unternehmen müssen Verantwortung für kleine übernehmen, sagt der italienische Arbeitsminister.

Kleine Aufträge für Freiberufler durch Plattformen wie Uber, Gorillas oder Deliveroo: Italien will für die Beschäftigten dieser sogenannten "Gig Economy" strengere Regeln fordern. "Große Unternehmen müssen auch die Verantwortung für kleine übernehmen", sagte Arbeitsminister Andrea Orlando der Tageszeitung "La Repubblica". Italien empfängt diese Woche die Arbeitsminister der größten Volkswirtschaften der Welt (G20).

Länder sollten von großen Unternehmen wie Amazon verlangen, Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern zu übernehmen, sagte Orlando. "Sie können nicht länger sagen, dass das, was außerhalb ihrer Schuppen passiert, sie nicht betrifft."

Das sei ein Teil der notwendigen Reformen, um sicherzustellen, dass die Auftragnehmer gut behandelt werden. Coronalockdowns hatten die Nachfrage nach Gelegenheitsarbeitern wie Essenslieferanten erhöht.

Das Treffen der Arbeitsminister auf Sizilien findet auch inmitten der öffentlichen Wut in Italien über den Tod eines Gewerkschafters statt, der am Freitag von einem Lkw-Fahrer während einer Demonstration gegen den Arbeitsplatzabbau beim US-Logistikunternehmen FedEx getötet worden war. Die Gewerkschaften machen Outsourcing und den Einsatz von Workforce-Management-Algorithmen auf internationalen Plattformen für eine Erosion von Rechten und Löhnen verantwortlich.

Orlando sagte, es sei eine Herausforderung, gewerkschaftliche Regeln auf Plattformen mit Sitz im Ausland durchzusetzen. Aber dies dürfe den Unternehmen keine Ausrede geben, um Beschäftigungsstandards zu umgehen. "Es ist kein Zufall, dass dies das Thema der G20 sein wird", sagte Orlando.

(APA/Reuters)