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Berlin, Deutschland, Schriftsteller Daniel Kehlmann
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Interview

Daniel Kehlmann: „Etwas an Kurz macht mir Angst“

Autor Daniel Kehlmann über Netflix als schwarzes Loch, das Phänomen Wolfgang Sobotka, und wie sich ein Lieblingsbuch als Genozidfantasie entpuppte.

Die Presse: Neben dem Drehbuch zum demnächst startenden Film „Nebenan“ haben Sie auch das Drehbuch zu Detlev Bucks „Felix Krull“-Verfilmung geschrieben, die im September in die Kinos kommt. Wie sind Sie mit dem Unvollendeten an Manns Romans umgegangen?

Daniel Kehlmann: Das war eine große Herausforderung. Man musste ein Ende schaffen, ohne zu weit vom Original abzuweichen. Thomas Manns Notizen helfen da nicht viel, und das letzte Drittel des Romans, der Portugal-Teil, ist nicht wirklich gelungen, beinahe eine Thomas-Mann-Pastiche. Zudem sind die Kapitel in Portugal völlig unzeitgemäß, und nicht auf gute Art, da geht es ständig um die Verführung eines sogenannten „spröden Mädchens“. Ich habe gleich gesagt, den Teil lassen wir lieber weg oder kürzen ihn zumindest stark.

Welche inhaltlichen Freiheiten haben Sie sich sonst noch genommen?