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Let´s make money

Drei Aktien für viele Jahre - und eine heiße Wette auf einen Covid-Impfstoff

Die Welt wird immer digitaler. Überall mangelt es an Chips.
Die Welt wird immer digitaler. Überall mangelt es an Chips.
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Die Wirtschaft läuft, wie die Quartalszahlen der Firmen zeigen. Das treibt auch die Aktien an. Diese drei von ihnen sollten sich auf Jahre robust entwickeln. Und eine könnte schon bald richtig explodieren.

Es ist eine wahre Freude, was sich da in der Wirtschaft tut. Gut, das sagt man hier im neo-sozialistischen Europa nicht so gern, weil man ja erstens Unternehmer für Schlitzohren hält und zweitens der Ansicht ist, dass es für die Welt und die Umwelt besser ist, wenn die Zentralbanken wie die EZB mit Gelddrucken das Werkel am Laufen halten, als wenn jemand Privater Geld investiert. Wer hingegen weiß, dass auch der westliche Wohlstand nicht vom Himmel gefallen, sondern erarbeitet worden ist, wird sich freuen, dass die Wirtschaft auch jetzt wieder brummt. Und sie brummt gehörig, wenn man sich die angelaufene Berichtssaison für das zweite Quartal ansieht. Umsätze und Gewinne sprudeln, mitunter wird wie beim Luxusgüterkonzern Richemont sogar das Vorkrisenniveau deutlich übertroffen.

Das verheißt Gutes für die nächsten Wochen, denn die Berichtssaison steht ja erst am Anfang. Das allein aber hat etwa beim US-Leitindex S&P 500 schon dazu geführt, dass die Analysten die Prognose für das gesamte Profitwachstum seiner Unternehmen um sechs Prozentpunkte auf 69,3 Prozent angehoben haben, was der größte Zuwachs seit dem vierten Quartal 2009 wäre.

Wozu dieser Exkurs in die Unternehmenszahlen? Weil sie angesichts der Corona-Sorgen und des traditionell mauen Börsen-Sommerzeit derzeit die ziemlich einzigen und potenziell größten positiven Kurstreiber sind. Weil die mächtigsten Konzerne – darunter diese Woche Techriesen wie Apple – erst an der Reihe sind. Und weil der Teufel für Anleger im Detail steckt. Dieses sieht nämlich so aus, dass die Erwartungen des Marktes schon so hoch geschraubt wurden, dass sie eben von einem Teil der Firmen nicht getoppt werden können. Und dass zweitens der Ausblick auf das zweite Halbjahr bei manchen verhalten ausfällt. In beiden Fällen kann es also schnell zu einem – oft nur kurzen – Abverkauf kommen, wie diese Woche beim Pharmakonzern Roche.

Wer langfristig investiert, wird auch damit leben können. Man sollte vielleicht noch wissen, dass Morgan Stanley nun aufgrund der steigenden Inflation und der Pandemie-Unsicherheit eine Korrektur von zehn bis 20 Prozent für möglich hält. Ja, der warmgelaufene Markt könnte längst eine gewisse Abkühlung vertragen. Aber zwingend ist sie eben nicht. Im Übrigen hat diese Woche gezeigt, dass eine kurze Korrektur (am Montag) umgehend für Einstiege („buy the dip“) genutzt wird.

Welche Aktien könnte man also auch jetzt ins Auge fassen?