Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Let´s make money

Bei diesen vier Aktien kann man auch jetzt getrost zugreifen

Hoch und höher - die Börsen kennen schier kein Halten.
Hoch und höher - die Börsen kennen schier kein Halten.
  • Drucken

Der Aktienmarkt läuft und läuft, als könnte ihn nichts bremsen. Dabei täte ihm eine Korrektur allmählich gut. Unabhängig davon bieten diese vier Aktien eine gute Einstiegsgelegenheit.

Wie unterschiedlich man doch das Leben im Allgemeinen und die Finanzen im Speziellen wahrnehmen kann. Man würde ja als Normalsterblicher kaum auf den Befund kommen, den der Schweizer Hansjörg Wyss dieser Tage in einem Interview für die deutsche Zeitung „Welt“ geäußert hat: „Zehn Milliarden sinnvoll auszugeben, ist schwieriger, als sie zu verdienen“, sagte der 85-Jährige, der im Jahr 2012 seine Firma Synthes für zehn Milliarden Euro verkaufte und zum Philanthropen wurde.

Aber auch wenn man seine Ansicht nicht so leicht teilt, kann man aus ihr immerhin die Lehre ziehen, dass Vermögensaufbau vielleicht doch nicht das Schwierigste auf der Welt und eben grundsätzlich für jedermann möglich ist. Und zwar gerade auch mit Aktien. Das fiele zwar leichter, wenn eine entsprechende Kultur dafür im Land entwickelt worden wäre, weil es dann auch mehr Austausch darüber und Know-How gäbe. Aber was soll´s? War von der Politik nie sonderlich erwünscht und begünstigt. Dass es auch anders ginge, zeigen etwa Schweden, die – wohlgemerkt vor dem Hintergrund ihrer starken sozialdemokratischen Tradition – einen lebendigen Kapitalmarkt mit breiter Beteiligung der Bevölkerung entwickelt haben. Und die übrigens mit ihrer erhöhten Risikoaffinität, ihrem sehr frühen Breitbandausbau und anderen Schachzügen zum Silicon Valley von Europa wurden, wie dieser Tage die Nachrichtenagentur Reuters in einer Analyse dargelegt hat. Interessant, was sich da im tiefen Norden Europas tut.

Der langen Rede kurzer Sinn: Vermögensaufbau ist möglich, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, langfristig denkt, nicht ständig beim kleinsten Rüttler verkauft – und wenn man gut und breit streut.
Was den aktuellen Markt angeht, so verblüfft er weiter damit, dass er eine technische Korrektur, wie sie zu dieser Jahreszeit nicht unüblich wäre, vermissen lässt. Die starken Unternehmenszahlen halten ihn hoch. Dazu die vielen Investoren, die nach einigem Zuwarten nun Angst haben, etwas zu verpassen. Und die etwas nachlassende Angst hinsichtlich der US-Inflation, die zuletzt zumindest nicht gestiegen ist, wiewohl sie auf hohem Niveau verharrt.

Am Mittwoch dürften die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed eine wichtige Information darüber bringen, wie es mit dem Plan zu einer Straffung der Geldpolitik aussieht. Die Fed wird das so genannte Tapering gewiss sehr sachte angehen, und der Markt beginnt sich ja bereits darauf einzustellen. Eine Korrektur in den nächsten ein-zwei Monaten täte ihm angesichts der ständig neuen Rekordstände trotzdem gut, um einen neuen Anlauf vornehmen zu können. Was freilich nicht heißt, dass sie auch wirklich eintreten wird.

Aktien für Neuengagements sind in einer solchen Situation natürlich immer schwerer zu finden. Und doch kann man bei einigen auch jetzt ziemlich getrost zugreifen.