Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Theater

Die Inszenierung des Jahres kommt aus der Schweiz

++ HANDOUT ++ AKADEMIETHEATER: ´AUTOMATENB�FETT´
Michael Maertens und Katharina Lorenz im "Automatenbüfett"(c) APA/BURGTHEATER/MATTHIAS HORN
  • Drucken

Bei der Kritikerumfrage von "Theater heute“ schnitt "Einfach das Ende der Welt" am Schauspielhaus Zürich am besten ab. Aus Österreich gefiel das "Automatenbüfett“ am besten.

Für die Theaterszene war das vergangene Jahr extrem schwierig, doch das Magazin "Theater heute“ hat es sich nicht nehmen lassen, die Kritiker über die besten Theaterlerebnisse des vergangenen Jahres abstimmen zu lassen: Für die Inszenierung des Jahres halt diese "Einfach das Ende der Welt“ am Schauspielhaus Zürich. hristopher Rüping habe aus dem Stück des 1965 gestorbenen französischen Dramatikers Jean-Luc Lagarce ein Kammerspiel über Identitätskonflikte gemacht, hieß es am Donnerstag in einer "Theater heute" veröffentlichten Bewertung.

Das Stück war auch als Livestream aus dem Schauspielhaus Zürich beim Berliner Theatertreffen 2021 zu sehen. In Zürich gibt es noch mehr Grund zur Freude. Dort spielt mit der unter anderem aus der "Stromberg"-Reihe bekannten Maja Beckmann die Schauspielerin des Jahres. Aus Sicht der Kritik überzeugte sie als Schwägerin in "Einfach das Ende der Welt". An ihrer Seite spielte Benjamin Lillie als Louis in dem Stück, was ihm die Auszeichnung als Schauspieler des Jahres einbrachte.

"Automatenbüfett" am Akademietheater überzeugte in Wien

In Wien überzeugte offenbar die Inszenierung von Anna Gmeyners "Automatenbüfett" am Akademietheater am meisten: Zweite Plätze belegten Katharina Lorenz als Eva in der Kategorie Beste Schauspielerin und Martin Zehetgruber in der Kategorie Bühnen- und Kostümbild des Jahres.

Mit Blick auf die Corona-Zeit verzichtete die Redaktion bei der jährlichen Umfrage diesmal auf die Kategorie Theater des Jahres. Stattdessen sei nach den Überlebenskünstlerinnen und Überlebenskünstlern des Jahres gefragt worden. Die häufigste Antwort der 38 Befragten lautete: "Alle".

Sibylle Berg schrieb das Stück des Jahres

Das Stück des Jahres stammt von der deutsch-schweizerischen Autorin Sibylle Berg. "Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden" erlebte im Oktober eine umjubelte Uraufführung am Gorki-Theater in Berlin. Der Stoff um die Bilanz einer Generation im Neoliberalismus bildete den Abschluss einer vierteiligen Reihe von Stücken, die Berg für das Theater geschrieben hat.

Das Deutsche Theater in Berlin kann sich über zwei Auszeichnungen für seine Inszenierung von Schillers "Maria Stuart" freuen. Das Bühnenbild von Judith Oswald überzeugte ebenso am meisten wie die Kostüme von Sibylle Wallum.

Als Nachwuchsautorin des Jahres hält "Theater heute" die in diesem Jahr auch mit dem Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnete Ewe Benbenek und ihr am Schauspielhaus Wien uraufgeführtes Stück "Tragödienbastard". Als Nachwuchsregisseurin des Jahres überzeugte demnach Cosmea Spelleken, die mit ihrem Kollektiv punktlive Goethes "Leiden des jungen Werther" zu einem nur digital besuchbaren Social-Media-Drama "werther.live" gemacht habe.

>> www.der-theaterverlag.de

(APA)