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Literatur

Ein Beethoven der Geräusche

Hanno Millesis Roman „Der Charme der langen Wege“ ist ein tragikomischer Abgesang auf jene Menschen und Dinge, die unwillkürlich aus der Zeit fallen.

Die Goldene Ära der Kinematografie brachte nicht nur Filmjuwelen hervor, sondern auch interessante Berufe. Einen solchen hat der tragische Held in Hanno Millesis neuem, für den Österreichischen Buchpreis nominiertem Roman „Der Charme der langen Wege“ ergriffen. Er arbeitete als Geräuschemacher. Auslöser für dieses seltene Talent war das Klangerlebnis beim Zusammensturz einer Brücke. Es machte aus dem orientierungslosen Lambert den erfolgreichen Bert, der fortan in einem Tonstudio am Stadtrand Filme mit Hörerlebnissen ausstattete.