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Theaterkritik

Im Burgtheater verfällt das gläserne Grinzing

Müde und verkatert im Glaspalast: Michael Maertens als Paul, Annamária Láng als Haushälterin Anita.(c) Marcella Ruiz Cruz
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Auf Basis von Gorki-Stücken inszeniert Simon Stone in „Komplizen“ den Verfall einer Familie. Das an Dialogen reiche, an Themen überreiche Stück lebt vor allem von großem Schauspiel.

Alle Wände sind aus Glas, alles ist durchsichtig, einsichtig und zerbrechlich, und natürlich dreht sich alles: Die Villa, die Bob Cousins für Simon Stones Stück „Komplizen“ in ein fiktives Döbling und auf die Bühne des Burgtheaters gestellt hat, mag eine ironische Übersteigerung der – in anderen Gegenden der Stadt boomenden – Panoramafenster sein, durch die die Nachbarn einander ins Wohnzimmer sehen. Vor allem aber ist sie der perfekte Raum für eine theatralische Versuchsanordnung: In dieser Glasmenagerie wird alles offen gelegt, kein Geheimnis, keine Intrige bleibt hier geheim.