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Kordikonomy

Die ÖBB leiden unter einer Verspätung

ÖBB-Chef Andreas MatthäAPA/HERBERT NEUBAUER
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Die ÖBB müssen einen Großauftrag für neue Zuggarnituren neu ausschreiben – und verlieren damit viel Zeit. Derweil geht es mit Personalentscheidungen hurtig weiter.

Rund einen Monat hat die Schockstarre in den ÖBB gedauert. Am 10. September hatte sie gar Grausliches erfahren: Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beauftragung der Schweizer Stadler Rail mit der Lieferung von sogenannten Doppelstockzügen für nichtig erklärt. Wegen eines Formalfehlers – Stadler hatte das Angebot mit einer nicht EU-konformen digitalen Signatur unterzeichnet. Das tut weh. Doch jetzt haben sich die ÖBB zu einer Entscheidung über die weitere Vorgangsweise durchgerungen. Was nichts daran ändert, dass es zu einer gehörigen Verzögerung bei der Auslieferung der neuen Züge kommen wird.

In Wahrheit hatten die staatlichen Bundesbahnen unter Andreas Matthä die Wahl zwischen Pest und Cholera. Variante eins: Es wird Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Variante zwei: Es wird neu ausgeschrieben. Beide haben gemeinsam, dass es zu einer Verzögerung des Projekts von rund einem Jahr kommen wird. Was gar nicht gut ist: Der Einsatz von Garnituren ist bundesweit präzise mit den Ländern ausgetüftelt, eine Verzögerung hat das Zeug dazu, den ganzen schönen Plan über den Haufen zu werfen.