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WM-Qualifikation

Österreich siegt - und Franco Foda bleibt Teamchef

FUSSBALL: WM-QUALIFIKATION GRUPPE F: OeSTERREICH - REPUBLIK MOLDAU
APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Österreich gewinnt gegen Moldau nach einem über weite Strecken guten Spiel mit 4:1. Im März folgt der Showdown um die WM – mit Teamchef Franco Foda.

Österreichs Fußballnationalteam hat sein erklärtes Ziel für die beiden letzen Spiele des Jahres erreicht. Nach dem 4:2 gegen Israel wurde drei Tage später auch der Vergleich mit Moldau gewonnen. Das ÖFB-Team bezwang den Weltranglisten-181. in Klagenfurt mit 4:1, die Tore erzielten Marko Arnautović (4./55.), Christopher Trimmel (21.), Dejan Ljubičić bzw. Ion Nicolaescu (60.).

Die Mannschaft von Franco Foda hatte diese Begegnung bis zum zwischenzeitlichen 3:0 in der 55. Minute vollends unter Kontrolle, agierte dann aber als Kollektiv für rund 20 Minuten zu nachlässig und ließ den bis dahin überforderten Außenseiter noch mitwirken.

Der frühe Führungstreffer durch Arnautović erleichterte die Aufgabe für den Favoriten wesentlich, so blieb ein drohendes Geduldsspiel aus. Österreich erarbeitete sich besonders in Halbzeit eins immer wieder gute Torchancen, auffällig war neben Arnautović („es ärgert mich, dass wir nicht noch mehr Tore gemacht haben“) auch der Rapidler Marco Grüll. Im Mittelfeld war Florian Grillitsch bis zu seiner Auswechslung in der 58. Minute ein immens wichtiger Faktor für Stabilität und Spielgestaltung.

ÖFB-Präsident Gerhard Milletich überraschte, als er gleich nach dem Spiel Franco Foda für das WM-Playoff im März als Teamchef bestätigte. „Die Spiele in Klagenfurt waren in Ordnung“, sagte Milletich. Es habe bereits am Wochenende den für die kommenden Tage angekündigten Gipfel gegeben, die Entscheidung sei nun gefallen. Der erfreute Foda meinte: „Wir sind wieder auf einem guten Weg, können noch zur WM.“

ÖFB-Team droht Duell mit Italien oder Portugal

Österreich Nationalteam blickt nun einer über viermonatigen Pause entgegen. Das erste Länderspiel 2022 wird sogleich ein besonders wichtiges sein, geht es doch noch im Playoff um eines von drei für Europa verbliebenen WM-Tickets. Die Auslosung der zehn Gruppenzweiten aus der regulären Qualifikation und den beiden Startern aus der Nations League (einer davon ist Österreich) erfolgt am 26. November.

Das ÖFB-Team könnte dabei auf niemand geringeren als Portugal mit Cristiano Ronaldo oder etwa Italien treffen. Ronaldo, Europameister von 2016, saß am Sonntag nach dem 1:2 gegen Serbien bitter enttäuscht auf dem Rasen von Lissabon. Erst Stunden später schien er wieder hoffnungsvoll.

„Fußball hat uns immer wieder gezeigt, dass es manchmal die schwierigsten Wege sind, die zu den besten Resultaten führen. Dieses Ergebnis war hart, aber nicht hart genug, um uns unterzukriegen“, textete der 36-Jährige auf Instagram. Für eine der schillerndsten Figuren des Weltfußballs wäre eine Qualifikation für Katar gleichbedeutend mit der fünften WM-Teilnahme nach 2006, 2010, 2014 und 2018. Bisher hat Ronaldo bei jeder WM-Endrunde mindestens ein Tor erzielt.

Doch welche zwölf Teams spielen nun im Playoff? Die sechs gesetzten Mannschaften vor dem finalen Spieltag in der WM-Qualifikation am Dienstag heißen Portugal, Italien, Russland, Schweden, Polen und Wales. Die Italiener (0:0 in Nordirland) verspielten ihr Fixticket am Dienstag im Fernduell mit der Schweiz.

Österreich trifft im Halbfinale des Playoffs also auf ein gesetztes Team, die übrigen ungesetzten sind vier Gruppenzweite (Schottland, Nordmazedonien, Türkei, Finnland) und über die Nations League neben dem ÖFB–Team noch Wales oder Tschechien.

Sie alle spielen vom 25. bis 29. März 2022 Europas letzte drei WM-Plätze aus – in drei Pools zu je vier Teams. In einem K.-o.-Spiel im Halbfinale hat die gesetzte Mannschaft Heimvorteil. Die Austragungsorte der jeweiligen drei Endspiele werden auch am 26. November im Fifa-Quartier zu Zürich ausgelost.

(red)